„500 Watschn – muss vielleicht mit Doc ins Spital“
„Ich hab‘ 500 Watschn gekriegt“, schmunzelte Sasa Kalajdzic: Der ÖFB-Stürmer hatte mit seinem Tor in Minute 96 ganz Österreich glücklich gemacht, den WM-Aufstieg fixiert und eine Gehirnerschütterung riskiert.
Wie das zu verstehen ist? „Ich glaube, ich muss schauen, ob ich mit dem Doc jetzt ins Spital fahren muss, um eine mögliche Gehirnerschütterung zu prüfen“, sagte Kalajdzic. Gemeint waren natürlich die vielen Umarmungen, Tätschelungen, Liebkosungen. Derer waren es wirklich unzählige, nachdem Kalajdzic zu seinem Jubelsprint angesetzt hatte.
Völliger Wahnsinn
„Ich weiß gar nicht, was passiert ist“, war Kalajdzic im ORF-Interview zunächst noch ganz baff. Tatsächlich mutet es unglaublich an, was in dieser Partie, vor allem aus seiner Sicht, alles passiert war. 89 Minuten war Österreich praktisch fix im Sechzehntelfinale gestanden. Dann doch noch der Lucky Punch von Algerien – 3:2, Österreich draußen. Dachten alle. Denn dann kam die allerletzte Aktion des Spiels und der große Auftritt des eingewechselten Kalajdzic: Weite Flanke in den 16er, Michael Gregoritsch köpfelt auf, Kalajdzic ist zur Stelle und macht per Kopf den entscheidenden Treffer. 3:3, Österreich steigt doch noch auf.
„Es war jedenfalls einer der schönsten Momente meiner Karriere“, sagte Kalajdzic: „Vergleichbar mit dem Spiel mit Stuttgart gegen Köln, als wir in letzter Minute den Klassenerhalt geschafft haben. Das war ähnlich schön.“ Aber für die österreichischen Fußballfans war sein Tor am Sonntag in der Früh bestimmt schöner.