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Ab September könnte es wieder Verhandlungen geben

Ab September könnte es wieder Verhandlungen geben

In zwei bis drei Monaten könnte es wieder Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland geben. Das sagte jetzt der ukrainische Präsidentenberater Serhij Leschtschenko. Die russische Bereitschaft könne von dem Ende der aktuellen aktiven Phase abhängen.

Auch schlechtere Wetterbedingungen und die langfristigen Sanktionen der Ukraine könnten zur Gesprächsbereitschaft des Kriegsgegners beitragen. „Sehen Sie, zuerst brannten ihre Ölraffinerien, dann begannen Logistiklager großer Einzelhändler zu explodieren, und dann fing ihre Schattenflotte an zu brennen. Mit anderen Worten: Ihre Wirtschaft muss diesen Schlag spüren, und streng genommen muss auch die Gesellschaft ihn spüren und verstehen, dass es für sie, die Russen selbst, wegen ihm nur noch schlimmer werden wird, wenn sie nicht anfangen, Putin selbst zur Vernunft zu bringen“, führte Leschtschenko aus.

Laut ihm versuchen die russischen Streitkräfte derzeit, die Region Donezk zu erobern. Das gelinge ihnen aber nicht. „Das ist also ein sehr schwieriges Dilemma für Putin, da er die Ziele, die er Trump vor einem Jahr in Anchorage verkündet hat, nicht erreichen kann. Und das bedeutet, dass er nun gezwungen ist, weiter zu lügen“, sagte der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die letzte Gesprächsrunde gemeinsam mit den USA fand am 17. und 18. Februar in Genf statt. Aufgrund des Iran-Kriegs der Vereinigten Staaten gerieten die Verhandlungen in den Hintergrund.

UNO beklagt Anstieg getöteter Zivilpersonen
Die Vereinten Nationen haben am Dienstag auf den Anstieg der zivilen Todesopfer hingewiesen. Im ersten Halbjahr 2026 seien 1396 tote und 7978 verletzte Zivilpersonen im Ukraine-Krieg dokumentiert worden. Das ist ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Zahlen sind sowohl Zivilpersonen in der Ukraine als auch in Russland enthalten.  Allein am Montag waren bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russland mindestens 14 Menschen getötet worden.

Laut der UNO gab es zum Beispiel mehr Todesopfer durch Angriffe mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden. In vielen Grenzgebieten seien das Bewässern von Gärten oder Feldern, Spaziergänge mit dem Hund oder der Weg zum Einkaufen lebensgefährlich geworden. In manchen Orten ernten die Landwirtinnen und Landwirte aus Furcht vor Angriffen bereits weniger Agrarfläche pro Tag ab. Die Polizei bildet nun Fachleute aus, die vor solchen Attacken schützen sollen. „Zivilisten und zivile Infrastruktur stehen unter dem Schutz des humanitären Völkerrecht. Jeder vorsätzliche Angriff dieser Art ist ein Kriegsverbrechen“, sagte der Sprecher des UNO-Menschenrechtsbüros, Thameen Al-Kheetan.

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