Alexandris siegen – aber nicht mehr für Österreich
Die Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri haben in Paris zwei weitere EM-Titel geholt – dem Duett gelang der Sieg in der Freien Kür und die Titelverteidigung in der Technik-Kür aber diesmal unter griechischer Flagge.
Ende Februar hatten sie sich wie Drillingsschwester Vasiliki Alexandri – sie tritt in Paris im Solo an – nach 14 Jahren aus Österreich verabschiedet. „OSV-Nixen“ sind bei diesen Titelkämpfen nicht dabei, ein neues Team wird erst aufgebaut.
„Wir haben ein ganz junges Team, das sehr motiviert ist“, erklärte Shabaz Shahnazi. Er war vor zwei Jahren als Wassersprung-Trainer nach Deutschland gegangen und kam nun nach dem Ableben von OSV-Sportdirektor Walter Bär zurück. Bis Ende August führt er neben seiner angestammten Sparte nun auch die Synchronschwimmerinnen interimistisch in die Zukunft. „Das Ziel ist, dass wir tiefer hineingehen in die Struktur, mit den Vereinen besser kooperieren. Es fehlt den Sportlerinnen an Erfahrung, dafür muss man ihnen Zeit geben.“
EM soll 2027 wieder beschickt werden
Die drei Alexandri-Schwestern seien als Vorbilder eine Hilfe gewesen. Nun hätten aber die 14- bis 18-jährigen Nachwuchsleute die Chance, sich für größere Titelkämpfe zu qualifizieren. Vor vier Wochen hatte der OSV bei der Junioren-EM in München in Solo, Duett und Team die Ränge 17, 12 und 13 erreicht, auch die Jugend-WM in Budapest soll beschickt werden. Shahnazi: „Das Ziel ist, dass wir es auf die Reihe bringen, schon nächstes Jahr bei der großen EM wieder dabei zu sein.“ Er strebe an, das Team zahlenmäßig zu vergrößern.
Die neue Nationaltrainerin ist die Ex-Aktive Helga Pongracz, die Ausschreibung zur Anstellung einer zweiten Trainerin läuft. Shahnazi sieht in seinen beiden Sparten Parallelen in Sachen Akrobatik, als Wassersprung-Trainer seit 31 Jahren kann und will er da einen Input liefern: „Da und dort muss man sich viel an Land vorbereiten.“ Für das Übrige sei die Trainerschaft zuständig. Den Posten würde er gerne auch ab September einnehmen. „Ich habe es aus Respekt zum Verband und Walter übernommen. Nun gefällt es mir, ich habe volles Interesse und bin sehr motiviert.“