Politik

Auch Bürgermeister Ludwig für „Austro-Spritzer“

Auch Bürgermeister Ludwig für „Austro-Spritzer“

Die Allianz für den Austro-Spritzer wächst und wächst. Mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sitzt nun einen weiterer prominenter Unterstützer mit auf dem Tisch. Der Nachfolger von Michael Häupl im Wiener Rathaus stellt klar: „Wer einen Spritzer bestellt, soll heimischen Wein bekommen!“

Vom Nussberg bis zum Kahlenberg: Wien ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch Weinbaugemeinde. Entsprechend deutlich fällt die Antwort des Bürgermeisters auf den Vorstoß der Winzer aus. Der mächtige rote Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ) unterstützt die Forderung, im neuen Weingesetz zu verankern, dass nur heimischer Wein in den Spritzer darf.

„Der Spritzer gehört zu Österreich. Dass die Weinwirtschaft ihn jetzt rechtlich klar fassen will, begrüße ich“, sagt Ludwig. „Wer einen Spritzer bestellt, soll heimischen Wein bekommen. Das schafft Transparenz für die Gäste und stärkt unsere Betriebe.“

Und er verweist auf die eigene Stadt: „Wien weiß, wovon die Rede ist: Wir sind eine der wenigen Millionenstädte der Welt mit echtem Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen.“ Angestoßen haben die Debatte Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager und Wein-Burgenland-Chef Herbert Oschep. Ihre Forderung ist simpel: Wo Spritzer draufsteht, muss rot-weiß-roter Wein drin sein. Rund 500 Millionen G’spritzte werden hierzulande jährlich getrunken. Aperol-Spritz & Co. bleiben vorerst ausgenommen. Und der Zuspruch wächst. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) stellte sich bereits zu „100 Prozent“ hinter den Vorstoß.

Totschnig und Lercher heben das Glas
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) kann ihm „persönlich viel abgewinnen“. Der steirische SPÖ-Parteichef Max Lercher kündigte ebenso bereits seine Unterstützung für die Novelle an. Ob eine Herkunftspflicht vor dem EU-Recht hält, soll ein Rechtsgutachten von Staranwalt Johannes Zink klären. Der gibt sich zuversichtlich: „Das wird möglich sein.“ Wie berichtet könnte zwei Hebeln könnte angesetzt werden, um ein Stück österreichisches Kulturgut zu sichern und die heimische Weinwirtschaft zu stärken. Bis dahin gilt: Prost, aber bitte rot-weiß-rot.

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