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Austria alarmiert: „So gewinnst du kein Spiel“

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Die Austria sucht vor dem heutigen Match in Ried die Offensivgefahr. Coach Stephan Helm und der Klub benötigen einen Befreiungsschlag.

Violette Offensivgefahr schaut anders aus. Nach Runde acht halten die Austrianer bei gerade einmal sieben erzielten Toren. Noch weniger waren es in den letzten zehn Saisonen nur einmal (2023/24).

Damit ist man bei der Analyse, warum die Wiener (wieder mal) nicht aus den Startlöchern kommen, schnell beim Kernproblem angekommen. Die interne Torschützenliste führen Kapitän Manfred Fischer und Julian Hettwer an – mit jeweils zwei Treffern …

Wann trifft Eggestein?
„Wir werden derzeit für jeden Fehler sofort mit einem Gegentor bestraft“, weiß Reinhold Ranftl. „Und gleichzeitig nützen wir unsere eigenen Möglichkeiten nicht, treffen nicht einmal aus zwei Metern ins Tor. So kannst du kein Spiel gewinnen, so einfach ist Fußball erklärt.“ Das soll, das muss sich schon heute in Ried ändern. Ranftl: „Wir müssen uns schnellstmöglich steigern, sonst wird das eine harte Saison für uns.“

Die Austria ist in den bisherigen acht Ligapartien erst einmal (!) 1:0 in Führung gegangen, beim 2:0-Erfolg Mitte August in Hartberg. Für Trainer Stephan Helm ein Schlüsselfaktor. „Wir müssen abgeklärter sein, so den Spielverlauf auf unsere Seite ziehen. Denn wenn wir selbst das 1:0 machen, ergeben sich Räume, dann wird alles leichter.“ Ein Fitness-Thema hat die Austria auf jeden Fall nicht. Ganz im Gegenteil. Je später die Spielphase, desto druckvoller meist das Spiel. Oft zu spät. 

So wartet man auf den Befreiungsschlag, vielleicht sogar auf eine Siegesserie, die alles auch für Helm wieder deutlich ruhiger machen würde. Aber wer kann der Dosenöffner sein? Neben Fischer und Hettwer vor allem Johannes Eggestein. Der Deutsche hat aber in seinen bisher 578 Ligaminuten in dieser Saison noch nicht getroffen. Ansonsten darf man auf einen Geniestreich von Sanel Saljic, einen südkoreanischen Lee-„Hammer“ oder kopfballstarke Verteidiger wie Johannes Handl oder Ibrahim Buhari hoffen.

Dragovic ist fraglich
Und die beiden langzeitverletzten Offensivkräfte? Noah Botic könnte laut Helm „zeitnah“, also in ein paar Wochen wieder angreifen. Bei Manprit Sarkaria wird es noch länger dauern, er ist erst 2027 wieder ein Thema. Die größte Defensivsorge für heute: Abwehrchef Aleks Dragovic ist angeschlagen und fraglich.