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Austria: „Sind mit diesem 0:3 noch gut bedient!“

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Die Wiener Austria enttäuschte am Sonntag beim Ligastart gegen den WAC auf allen Linien: „Wir sind mit diesem 0:3 noch gut bedient!“

Einfach mal ein Zeichen setzten, vielleicht einen umhauen! Dachte sich wohl Austria-Joker Kelvin Boateng – der in der ersten echten Aktion nach seiner Einwechslung einfach WAC-Spieler Schwarz umstieß. Im Strafraum. Ohne Not. Dafür richtig auffällig. Natürlich ein Elfmeter – den Giacomo Vrioni (2022 Liga-Torschützenkönig für WSG Tirol) lässig verwandelte. Zumindest kann man Boateng nicht vorwerfen, dass er die Austria mit seiner unnötigen Aktion auf die Verliererstraße brachte …

… denn dorthin waren die Veilchen in Wolfsberg schon viel früher abgebogen. Weil Ibrahim Buhari der Ball nach einer Hereingabe gegen die Hand sprang, Vrioni bereits im ersten Versuch vom Elfmeterpunkt eiskalt blieb (18.). Kurz nach der Pause tankte sich dann Avdijaj mit etwas Glück durch die Wiener Abwehr, legte vor dem herausstürmenden Goalie Radlinger nach hinten ab – Schwarz traf glücklich (zweimal abgefälscht) zum 2:0 für die Kärntner. Bereits davor hatte Avdijaj per Kopf getroffen, bei der Flanke hatte Buhari einmal mehr schlecht ausgesehen – wegen eines vorangegangenen Foulspiels war der Treffer aber zurecht aberkannt worden.

Kaum Ideen, keine gefährlichen Aktionen
Die Austria? Enttäuschend! Kaum Ideen, ungenau, keine gefährlichen Aktionen – nach 75 Minuten lag der Expected-Goals-Wert bei unterirdischen 0,12! Am Ende hätte die Pleite noch höher ausfallen können. Offensiv passend, dass Deshishku im Finish aus fünf Metern die Latte traf, den Nachschuss drüber setzte. Dass der Youngster sowieso im Abseits stand, erfuhr er erst Sekunden danach.

„Der frühe Elfer hat ihnen in die Karten gespielt. Aber von uns war das zu wenig – wir sind mit dem 0:3 am Ende gut bedient“, seufzte Austria-Stürmer Eggestein. Der wenig Positives fand: „Ungenau im Aufbau und im Umschaltspiel, dazu haben wir es nicht geschafft, Chancen herauszuspielen.“ Schnell abhaken Sah Tormann Samuel Radlinger ähnlich: „Ein ganz anderes Spiel, als wir es uns vorgenommen haben. Wir müssen die Partie schnell abhaken, aus unseren Köpfen löschen.“ Wofür in erster Linie Trainer Stephan Helm zuständig ist, der ebenfalls geknickt war: „Der Aufbau, sonst eine Stärke von uns, war zu behäbig. Diese Mannschaft kann besser spielen.“

Am Besten schon am Donnerstag in der Conference-Legaue-Qualifikation gegen Beitar Jerusalem. Die Latte liegt nach diesem Auftritt niedrig.