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Bei Deutschlands Kickern steht nach WM Wechsel an

Bei Deutschlands Kickern steht nach WM Wechsel an

Nach 72 Jahren verabschiedet sich Deutschland von Ausstatter Adidas. Einige der Trikots haben Geschichte geschrieben. Manche sorgten für Diskussionen. Aber viele wurden zu Kultobjekten.  Von 1954 bis 2026 – die Deutschland-Dressen im Wandel der Zeit.

Eine Ära endet nach sage und schreibe 72 Jahren! Eigentlich unvorstellbar, dass die DFB-Elf bei der WM 2026 zum letzten Mal mit den drei Streifen auftritt. Das ist wie ein Verbot von Bier, Sonnenbränden oder Adiletten/Tennissocken auf Mallorca.

Deal sorgte für Entsetzen
Für Entsetzen sorgte bei den Lieblingsnachbarn der vor zwei Jahren veröffentlichte Deal des Deutschen Fußball Bundes mit US-Giganten Nike. Dieser Eingriff in die Sportgeschichte soll „der Mannschaft“ über 100 Millionen Euro pro Jahr in die Kassen spülen.

Wunder von Bern
Den allerersten Auftritt bei einer WM hatte Adidas mit Deutschland im Jahr 1954 („Das Wunder von Bern“). Zeitgleich stattete Dassler die deutsche Mannschaft mit dem schraubbaren Stollenschuh aus. Fritz Walter, Max Morlock und Co. durften über den ersten Weltmeistertitel jubeln.

Auch für die Weltmeisterschaften 1958 und 1962 entwarf Adidas ein weißes Trikot mit einem markanten Schnürkragen, schwarze Hosen, schwarze Stutzen. Ideal für Zeit von Schwarz-Weiß-Fotos und -Fernsehen.

Beckenbauers Dress
1966, 1970 und beim Heim-Weltmeistertitel änderte sich am Design praktisch nur der Kragen. Speziell das Trikot von 1974 von Franz Beckenbauer entwickelte sich zum Verkaufsschlager, wird heute noch als Kultobjekt getragen.

Grünes Kulttrikot
Ein Novum erfolgte bei der WM 1982 in Spanien. Deutschland trat erstmals mit den drei markanten Streifen auf dem Dress auf. Im Finale wurden aber Karl-Heinz Rummenige, Paul Breitner, Toni Schumacher und Co. von Italien gestoppt. Eine Endspiel-Niederlage setzte es auch 1986 in Mexiko gegen Argentinien und Diego Maradono. Erstmals traten die Deutschen nicht in Weiß auf, sondern bestritten das Finale in Grün – mittlerweile ebenfalls eine Kulttrikot.

Bunt und schrill wie die 90er wurde es für Deutschland bei der WM in Italien, wo dem Team um Kapitän Lothar Matthäus die Final-Revanche gegen Argentinien gelang. Gleichzeitig schrieb Franz Beckenbauer Geschichte – der als Spieler und als Trainer Weltmeister wurde.

Farben des „Sommermärchens“
Einen wahren Ansturm auf DFB-Trikots löste die Heim-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland aus. Schwarz-Rot-Gold dominierte die Straßen und das Farbdesign der Dressen von Poldi, Schweini und Co.Das „Sommermärchen“-Trikot erlebte viele mitreißende Momente.

Mit den Trikots von ‘54
2010 in Südafrika wollte Deutschland eine Wiedergutmachung und endlich mit der Brechstange den WM-Titel erobern. Die Adidas-Trikos erinnerten an 1954 – aber der Weltmeistertraum musste für Thomas Müller und Co. noch vier Jahre warten.

Die Weltmeister-Farben
Weltmeisterschaft 2014: Beim unglaublichen 7:1-Erfolg über Gastgeber Brasilien trug Deutschland das zuvor lang diskutierte rot-schwarze Auswärtstrikot. Im Finale setzte man wieder auf das weiße Heimtrikot. Im Brustelement gab es verschiedene Rottöne und eine moderne Interpretation der Nationalfarben. Die breitgezogene V-Form wurde für das aktuelle Trikot erneut implementiert.

Bei den darauffolgenden Weltmeisterschaften, 2018 in Russland sowie 2022 in Katar ereilte Deutschland das Vorrunden-Aus.

Laute Kritik wegen Adidas-Aus
Eine Hommage an den WM-Titel 1990 stellt das aktuelle Trikot Deutschlands dar. Es wird gleichzeitig der letzte Auftritt von Adidas für „die Mannschaft“. Viele Deutsche kritisieren nach wie vor die Haltung des DFB zum Hausprodukt, die Identität des eigenen Landes werde damit hintergangen.

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