Über 500.000 Bürger bekommen ab 2027 mehr Geld
Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich beziehen mittlerweile Pflegegeld. Um sie zu unterstützen, greift der Staat nun tiefer in die Tasche.
Wer in Österreich auf Pflege angewiesen ist, bekommt finanzielle Unterstützung. Und obwohl die Regierung ein Sparbudget beschließen musste, steigt das Pflegegeld für insgesamt 508.897 Personen ab 2027 an.
Über „den vollen Inflationsabgleich“ freut sich besonders SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann: „Die Menschen, die täglich pflegen, und jene, die auf Pflege angewiesen sind, verdienen unsere volle Unterstützung. Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die Pflegegeld-Erhöhung für 2027 abzusichern.“ Damit werde laut ihr ein wichtiger Beitrag zur sozialen Absicherung in unsicheren Zeiten gewährleistet.
120 Millionen mehr für Pflegebedürftige
Das Pflegegeld wird in allen sieben Stufen der Inflation angepasst. Das lässt sich die Ministerin 120 Millionen Euro kosten. Weil die Zahl der Pflegegeldbezieher aber stetig steigt, wird sie 2028 wohl tiefer in die Tasche greifen müssen. Im Juni waren es österreichweit 508.897 – rund 7700 mehr als noch vor einem Jahr.
Die Mehrheit sind außerdem Frauen: Sie machen mit 310.040 Personen knapp 61 Prozent aus. Den stärksten Anstieg gab es in Stufe 1, während die höchste – und damit die „teuerste“ – Stufe 7 als einzige deutlich zurückging.