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Berliner Philharmoniker begeistern mit Petrenko

· Culture

Stürmisch bejubelt: Kirill Petrenko und seine Berliner Philharmoniker begeisterten mit zwei Konzerten bei den Salzburger Festspielen.

Dicht im Klang, fein in der Struktur, expressiv in jedem Bogen, kultiviert bis in die letzte Nuance: Die Berliner Philharmoniker sind unter ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko in Höchstform. Das Programm, das sie mit ins Große Festspielhaus gebracht haben und mit dem sie auch auf Tour gehen, umfasst Glanzstücke, in denen Orchester und Dirigent ihre Stärken voll ausspielen können.

Rasender Furor
Bei Elgars „Enigma-Variationen“ zeigten sie am ersten Abend ihre Vielseitigkeit – vom eindrucksvoll rasenden Furor der Bläser bis zur berückenden Pianissimo-Kultur der Streicher. In Tschaikowskys Symphonie Nr. 4 loteten sie Klangfarben aus – von rustikaler Zünftigkeit über pathetische Melancholie bis zur entrückten Träumerei zarter Pizzicati.

Im zweiten Konzert unterstützte Pianist Leif Ove Andsnes die Berliner bei Beethovens kantig musiziertem dritten Klavierkonzert, Skrjabins Dritte wurde zum üppigen spätromantischen Klangbad.

Vertrauen, das man hört
Was sich dabei durch alle Stücke zog: eine unglaubliche Wertschätzung zwischen Orchester und Dirigent, eine tiefe Verbundenheit, die sich im Augenblick des Musizierens als Geschlossenheit zeigt – ein absolutes Vertrauen wird, das man nicht nur sieht, sondern vor allem hört.