Bestzeit bei Gelb! Deshalb blieb Russell die Pole
Große Verwirrung im Finish des Qualifyings für den Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring in Spielberg! Mercedes-Pilot George Russell schnappte sich die Pole Position – allerdings unter gelber Flagge! Eine kurze Untersuchung brachte schnell Klarheit ...
Einfach oder doppeltes Gelb? Das war die große Frage nach dem Qualifyings am Samstag in Spielberg!
„Ich habe die Gelbe Flagge gesehen und habe dann ordentlich gelupft. Ich war zuerst fünf Zehntel vorne, am Ende hatte ich zweieinhalb Zehntel Vorsprung. Das sollte also reichen“, erklärte Russell nach seiner vierten Saison-Pole. Es sei „etwas ganz Besonderes“ gewesen, diese Runde zu fahren.
Mercedes-Teamboss Toto Wolff sagte sofort, dass Russell keinen Fehler gemacht habe. „Das war die Pole-Runde, es war eine unglaubliche Runde, und ich freue mich wirklich sehr für ihn“, meinte der Wiener.
Opfer Antonelli
Antonelli brach seine letzte Runde hingegen ab und vergab damit die mögliche Chance auf die Poleposition. „Ich weiß nicht warum, aber ich dachte, es war Doppel-Gelb. Deshalb habe ich die Runde abgebrochen und die erste Startreihe verpasst. Ich hätte das nicht machen sollen, es war mein Fehler“, sagte der Teenager. Der Abstand zu Russell sei sehr knapp gewesen.
Bei Doppel-Gelb müssen die Fahrer umgehend drastisch die Geschwindigkeit reduzieren und sich sogar darauf vorbereiten, das Auto abzustellen. Danach gesetzte Quali-Rundenzeiten würden gestrichen. Bei einer einfachen Gelben Flagge müssen die Fahrer ebenfalls vom Gas gehen, Rundenzeiten bleiben aber bestehen.
Es könne grundsätzlich vorkommen, „dass der Renndirektor per Knopfdruck sagt ‘double yellow‘, der physische Streckenposten wachelt in der Hitze des Gefechts aber mit einer und nicht mit zwei, bis er den Funkspruch hört, versteht und das tut. Es ist genau dieses kleine Fenster, wo das passiert ist“, vermutete Ex-F1-Pilot Alexander Wurz.