Um Veranstaltungen am Neuen Platz künftig noch sicherer zu machen, werden 24 fest im Boden verankerte Betonbänke installiert. „Es gibt Terrorwarnstufe 4 von 5 in Klagenfurt“, sagt FP-Stadträtin Sandra Wassermann. „Wir müssen mehr für die Sicherheit tun.“
Die Maßnahme mit den Terrorbänken wurde vom Stadtsenat auf Antrag von Bürgermeister Christian Scheider beschlossen. Bei den Elementen handelt es sich um schwere Betonbänke, die zwei Funktionen erfüllen: Sie bieten den Besuchern eine zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeit und dienen gleichzeitig als wirksame Schutzmaßnahme gegen das unbefugte Befahren des Platzes mit Fahrzeugen.
Die Planung erfolgte in Zusammenarbeit der Abteilungen Straßenbau und Verkehr, wurde außerdem mit der Landespolizeidirektion abgestimmt. FP-Stadträtin Sandra Wassermann setzt das Projekt um. „Ich bin die Verwalterin des öffentlichen Gutes. Die Bänke sind schon länger geplant. Sie werden in den nächsten zwölf Wochen gebaut und aufgestellt“, erklärt Wassermann. Die Kosten belaufen sich auf rund 160.000 Euro.
Terrorbänke gegen Anschläge mit Autos
Durch die fix verankerten Elemente soll verhindert werden, dass Fahrzeuge auf den Veranstaltungsbereich gelangen können. Hintergrund sind unter anderem Anschläge wie jener auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem ein Täter ein Auto als Tatmittel einsetzte. Dabei starben sechs Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Die bestehenden Bänke am Neuen Platz bleiben zusätzlich erhalten.
„Ordnungsamt muss aufgestockt werden“
„Es gibt in Klagenfurt Terrorwarnstufe 4 von 5. Die neuen Bänke werden das ganze Bild am Neuen Platz verändern“, sagt Sandra Wassermann, die weitere Sicherheitsmaßnahmen fordert. „Das Ordnungsamt soll nicht abgeschafft, sondern personell aufgestock werden. Die zehn Mitarbeiter seien derzeit in den Ämtern tätig, sollen künftig aber verstärkt für Sicherheitsaufgaben eingesetzt werden. Als Beispiel nennt sie Vorfälle im Schillerpark, bei denen Polizisten durch alkoholisierte Personen verletzt worden seien. „Wenn ich zwei Ordnungskräfte in der Nacht hinstelle, bedeutet das mehr Sicherheit“, so Wassermann.
Bahnhof braucht wieder Polizeiinspektion
Auch die Wiedereinrichtung einer Polizeiinspektion am Bahnhof ist laut FPÖ ein Anliegen. „Es ist der große Wunsch der Bevölkerung. Rund um den Bahnhof halten sich mittlerweile viele Menschen auf. Viel passiert. Die Dunkelziffer bei Vergehen ist hoch. Wir müssen reagieren“, sagt Wassermann. „Auch der unkontrollierte Massengrenzübertritt von 60.000 Migranten in Spanien verlangt mehr Aktivitäten für die Sicherheit“, verlangt Wassermann.