Paukenschlag in der Tiroler Landesregierung: ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair wird am noch am Freitag laut „Krone“-Infos ihren Rücktritt bekannt geben. Der Druck auf die ausgebildete Polizistin und Lebensgefährtin des aktuellen Tiroler Polizeichefs wurde offenbar zu groß, nachdem sie sich zuvor um einen Topjob in der Landespolizeidirektion beworben hatte.
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Scharfe Oppositionskritik
Aus den Oppositionsreihen kam bereits im Laufe des Freitags teils scharfe Kritik an Astrid Mair und vor allem an der ÖVP. Mair habe „jegliches G‘spür für politischen Anstand verloren“, attackierte sie Liste-Fritz-Obfrau Andrea Haselwanter-Schneider. Der öffentliche Bereich sei „kein ÖVP-Selbstbedienungsladen“. „Posten besetzen, um sie dann nicht zu besetzen, ist ganz alter Polit-Stil“, stimmte auch Grünen-Landessprecher und Klubobmann Gebi Mair mit ein. Der Versuch von Astrid Mair, gleich mehrere Stellen im öffentlichen Dienst innezuhaben und sie dann durch andere ausführen zu lassen, reihe sich in ein bekanntes Bild ein.
Das eigene Sicherheitsressort Mairs sei zudem ein „gescheitertes Experiment“. Der grüne Klubobmann sprach sich dafür aus, dass die frei werdenden Agenden innerhalb der Landesregierung aufgeteilt würden.
„Diese Geschichte ist mittlerweile so absurd, dass man sie sich kaum ausdenken könnte“, meinte indes NEOS-Landessprecherin und Klubchefin Birgit Obermüller: „Wer mitten in der Amtszeit die berufliche Zukunft absichert, hat den Kopf offenbar längst woanders.“ Bei der Tiroler ÖVP bekomme man zunehmend den Eindruck, Spitzenfunktionen würden „im immer gleichen Familien-, Partei- und Bekanntenkreis weitergereicht“.
FPÖ: Mair werde „intern abserviert“
Etwas andere Töne kamen unterdessen von FPÖ-Chef Markus Abwerzger. Er ortete auf Facebook „Chaos-Tage innerhalb der ÖVP“. Offenbar werde die Sicherheitslandesrätin „intern abserviert“. Er könne sich nicht vorstellen, dass die jetzige Causa dafür ursächlich sei: „Die Gelegenheit hat sich halt dazu geboten. Aus meiner Sicht ist das kein guter Stil. Aber dafür ist die ÖVP auch bekannt.“ Abwerzger nannte Mair „noch einen Lichtblick innerhalb der schwachen Tiroler Regierungsmannschaft“.