Bundesliga-Talfahrt: Jetzt droht Trainer-Rauswurf!
Trainer-Knall in der heimischen Bundesliga? Ausgerechnet ein Spiel gegen seinen Ex-Klub könnte die Abschiedsvorstellung von Thomas Silberberger als WAC-Coach gewesen sein.
Durch die 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen die WSG Tirol hält das Schlusslicht der Bundesliga bei fünf Liga-Pleiten in Folge, aus den jüngsten sieben Runden wurde nur ein Punkt geholt. Vereinschef Dietmar Riegler kündigte Gespräche an. „Ich schließe nichts aus“, sagte Riegler auf Sky, angesprochen auf einen möglichen Trainerwechsel.
Silberberger stieß im vergangenen April zum WAC und schaffte mit den Wolfsbergern noch einigermaßen souverän den Klassenerhalt. Die neue Saison begann mit einem Sieg über die Wiener Austria und einem Unentschieden gegen Red Bull Salzburg verheißungsvoll, doch seither geht praktisch gar nichts mehr. „Wir haben Riesen-Troubles, dass wir stabil sind“, gestand der Coach.
Das blieb auch Riegler nicht verborgen. „Wir sind in der Krise, jetzt müssen wir schauen, dass wir rauskommen“, meinte der WAC-Präsident.
Die Entscheidung über Silberbergers Zukunft sei „keine Sekundenentscheidung. Wie es weitergeht, darüber wird man nachdenken müssen. Jetzt werden Gespräche gesucht, dann werden wir schauen“, meinte Riegler und betonte, man müsse auch die Spieler in die Pflicht nehmen.
Sulzner: Silberberger nicht an Gegentoren schuld
Aus der Mannschaft kam zumindest von Verteidiger Marco Sulzner Unterstützung für Silberberger. „Wenn man sich das Spiel anschaut, kann man dem Trainer nichts vorwerfen. Es liegt an uns.“ Den beiden Gegentoren seien Unachtsamkeiten bei Standardsituationen vorausgegangen, monierte Sulzner ebenso wie Silberberger.