Kultur

Currentzis sorgt für herb intensiven Auftakt

Currentzis sorgt für herb intensiven Auftakt

Die Salzburger Festspiele widmen dem Komponisten György Kurtág einen Schwerpunkt zum 100. Geburtstag, Teodor Currentzis eröffnete ihn in der Kollegienkirche. Kommende Woche widmet sich der griechisch-russische Dirigent dann Georges Bizets Oper „Carmen“. 

Die Ouverture spirituelle ist das besinnliche Vorspiel der Salzburger Festspiele. Dieses Jahr steht die Woche mit geistlichen Werken unter der Idee des vielfach vertonten Bußpsalms „Miserere“, und kreist damit thematisch um Schuld und Erbarmen.

10 Konzerte zum 100er
Zugleich widmet das Festival dem 1926 in Ungarn geborenen Komponisten György Kurtág zum 100er eine zehnteilige Reihe. Zum Auftakt vereinte der griechisch-russische Dirigent Teodor Currentzis beide Schwerpunkte in einem atmosphärisch dichten Konzert in der Kollegienkirche.

Mit seinen beiden Ensembles, dem Utopia Chor und Orchester gestaltete er einen in jeder Hinsicht intensiven Abend, der mit einer minutiös durchdachten Auftritts- und Lichtregie auch der Stille und dem Innehalten Raum gab.

Schwermut und Erbarmen
Umrahmt von archaischen mittelalterlichen Gesängen reizte Currentzis mit Kurtágs hochkomplexen „Liedern der Schwermut und der Trauer“ für zwei Chöre und Instrumente die Grenzen des menschlichen Ausdrucks aus. Um mit Arvo Pärts sehr reduziertem „Miserere“ für Soli, gemischten Chor und Ensemble eine klangliche Welt des Erbarmens hinter der Zeit aufzuspannen.

Ein herb tiefgründiger und eindringlich nachklingender Festspielauftakt.

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