Derby-Eklat! Kind wirft Trainer Becher ins Gesicht
Üble Szenen nach dem Zweitliga-Duell zwischen Wacker Innsbruck und Austria Salzburg! Die Gäste feierten vor über 16.000 Zuschauern im ausverkauften Tivoli-Stadion einen 1:0-Auswärtssieg, doch unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurde Salzburg-Trainer Christian Schaider von einem Kind mit einem Becher im Gesicht getroffen. Der 49-Jährige erlitt dabei eine sichtbare Verletzung an der Nase.
Sportlich hatte Schaider allen Grund zur Freude. Seine Mannschaft habe „alles rausgehaut und das Spiel über weite Strecken dominiert“, erklärte der Coach nach der Partie. Christian Gebauer hatte den entscheidenden Treffer in der 52. Minute erzielt und die Violetten damit auf den vierten Tabellenplatz geschossen.
„Das hat am Fußballplatz nichts verloren“
Die Freude über den Erfolg wurde jedoch durch einen unschönen Zwischenfall getrübt. Als Schaider nach Spielende mit seinen Spielern abklatschte, warf ein Kind aus der zweiten Reihe einen Becher in sein Gesicht und verschwand dann.
„Kinder müssen anders erzogen werden“
Im ORF-Interview zeigte sich der Salzburg-Trainer fassungslos. „Die Stimmung war top“, hielt er zunächst fest, ehe er deutliche Kritik übte: „Wir müssen in unserer Gesellschaft ein bisschen umdenken. Wenn Kinder im Stadion dem Trainer der Gästemannschaft einen Becher ins Gesicht werfen, dann ist irgendetwas falsch in unserer Gesellschaft. Das hat am Fußballplatz nichts verloren. Da müssen die Kinder anders erzogen werden.“
Der Vorfall hinterließ beim 49-Jährigen eine Wunde an der Nase. „Ein nicht würdiger Abschluss für dieses Spiel. Es ist äußerst bedenklich“, so Schaider.