Derby-Vorspiel: Böller, Verletzte, Proteste
Ein Blick in die Grazer Innenstadt verriet es früh: Am Sonntag steigt das Fußballderby zwischen Sturm und GAK (Ankick um 17 Uhr im Stadion Liebenau). Die ersten Böllerknaller waren früh im Zentrum zu hören, die Fans wärmen sich – singend – auf. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Vor dem Stadion wurde es brenzlig, sollen Polizisten verletzt worden sein.
Die Stadt füllt sich mit Fußball-Fans, das 204. Grazer Fußballderby wirft seinen Schatten voraus. Während sich die Mannschaften in den letzten Vorbereitungen befinden, wärmen sich auch die Fans auf. Sturms Anhang, der Großteil der erwarteten über 17.000 Fans, traf sich gleich beim Stadion in Liebenau. Während sich die Anhänger des GAK in den Innenstadt auf dem Kaiser-Josef-Platz (siehe Video oben) versammelten, sich schon lange warmgesungen haben.
Gerüchte über „Verstärkung“ aus dem Ausland
Die Exekutive ist in Alarmbereitschaft. „Wir werden mit einer sehr großen Anzahl an Kräften vor Ort sein – von der Einsatzeinheit bis zu zivilen Kollegen“, sagt Thomas Heiland, Kommandant der Grazer Polizei. „Ich hoffe jedenfalls auf ein echtes Fußballfest für die ganze Familie, wie es auch zuletzt schon der Fall war.“ Ausschreitungen sollen der Vergangenheit angehören. Zuletzt machten allerdings Gerüchte die Runde, für das Derby sei seitens einiger heimischer Fangruppen auch gewaltbereite „Verstärkung“ aus dem Ausland angefordert worden.
Erste hitzige Szenen, verletzte Einsatzkräfte
Bei der Ankunft der GAK-Fans beim Stadion kam es zu ersten brenzligen Szenen, als Böller und Bengalos geschleudert wurden. Beim Business-Center des Stadions soll es Videoaufnahmen zufolge zu Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen gekommen sein. Dabei sollen auch zwei Polizisten verletzt worden sein. Im Stadion lässt sich anhand des Brandings bereits die ein oder andere Protestaktion der Vereine gegen den Sponsoring-Stopp seitens der Stadt Graz erkennen. So ist der Schriftzug „Graz“ auf schwarzen und roten LED-Banden durchgestrichen. Dazu liest man: „Kein Sport-Sponsoring, kein Respekt, keine Wertschätzung.“