Deutsche Bärbel Bas tritt als Ministerin zurück
Bärbel Bas hat ihren Rücktritt als SPD-Co-Vorsitzende und deutsche Arbeitsministerin bekanntgegeben. Sie begründete diesen Schritt mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners.
„Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten“, schrieb Bas in einem Schreiben, das von der SPD-Spitze verbreitet wurde. „Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden“, schrieb die 58-jährige Politikerin weiter. Sie könne momentan nicht die Kraft aufbringen, die Regierungs- und Parteiarbeit „vollumfänglich auszuüben“.
Sie habe ihren Co-Vorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil darüber informiert, dass sie ihr Amt als Parteivorsitzende mit dem heutigen Tag niederlege, schrieb Bas. „Gleichzeitig habe ich den Bundeskanzler gebeten, mich aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen.“ Sie werde aber ihr Bundestagsmandat weiter behalten.
Bas war seit Mai 2025 als Arbeitsministerin im Kabinett Merz tätig und seit Juni 2025 Co-Parteivorsitzende. Im Bundestag ist sie bereits seit der Wahl 2009 Mitglied, zudem war sie Präsidentin des Deutschen Bundestags (2021-2025). Die gebürtige Duisburgerin trat 1988 in die SPD ein und arbeitete in der Vergangenheit unter anderem im Unterbezirksvorstand und Regionalvorstand.