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Deutsches Flugabwehrsystem hat bei Angriff versagt

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Ein interner Bericht der ukrainischen Armee sorgt für Irritationen in Deutschland. Darin wird das Flugabwehrsystem Skynex des Rüstungsunternehmens Rheinmetall als „äußerst unzuverlässig“ bezeichnet und auf ein Versagen während eines russischen Angriffs im April verwiesen.

Wie das deutsche Nachrichtenmagazin „Stern“ berichtet, wurden am 1. April bei einem russischen Drohnenangriff erhebliche technische Probleme beobachtet, als es galt, im Westen der Ukraine eine Industrieanlage zu schützen. Das Gelände sei von zwei Skynex-Systemen mit insgesamt acht 35-Millimeter-Kanonen, zwei Radaren und zwei Kommandoposten geschützt gewesen.

Hier sehen Sie das Flugabwehrsystem Skynex bei einer Übung:

Dennoch sei eine russische Schahed-Drohne in der Anlage eingeschlagen. Es habe Ladehemmungen, Probleme mit der Zielverfolgung und Hydraulikprobleme gegeben. Der vom „Stern“ zitierte ukrainische Bericht zieht folgendes Fazit: „Das System hat eine geringe technische Einsatzbereitschaft. Es ist äußerst unzuverlässig.“

Rheinmetall bringt Bedienungsfehler ins Spiel
Rheinmetall wollte sich zwar nicht zu den Einsatzdetails des 1. April äußern, betonte aber, dass sich Skynex im Ukraine-Krieg als „außerordentlich effektiv und zuverlässig“ erwiesen habe. Das sei bisher auch von ukrainischer Seite zu vernehmen gewesen, erklärte ein Vertreter des deutschen Rüstungsriesen. Ein Angehöriger der Bundeswehr wies in dem „Stern“-Bericht auch darauf hin, dass noch nicht genügend Systeme in der Ukraine im Einsatz seien. Zudem hielt er auch einen Bedienungsfehler auf ukrainischer Seite für möglich.

Ungeachtet der Diskussion hat Rheinmetall nach eigenen Angaben einen Großauftrag für das modulare Flugabwehrsystem erhalten. Der Auftragswert eines internationalen Kunden betrage mehrere Hundert Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Bestellung umfasse Fahrzeuge, Munition und integrierte logistische Unterstützung. Rheinmetall liefere innerhalb von 39 Monaten vier Skynex-Systeme