Kultur

Die besten Bücher für spannende Entspannung

Die besten Bücher für spannende Entspannung

Thriller, Krimis, Unterhaltung – auch heimische Autoren zeigen in diesem Lesesommer mit Gänsehaut-Neuerscheinungen auf. Wir haben für Sie einige der neuesten Titel gelesen und können vorab eines verraten: Langeweile kommt garantiert keine auf!

Nichts für schwache Nerven ist „Alpenblut“ vom Klagenfurter Alexander Cimzar. Der 38-Jährige schickt seine Protagonisten Dominik und Nelly auf ein romantisches Wochenende in eine Karawanken-Berghütte – doch statt dessen erleben die beiden die schlimmste Nacht ihres Lebens, als sie aus Neugier die Machenschaften eines radikal-rechtsextremistischen Geheimbundes stören. Rasante Handlung, historisch interessant und spannend, mitunter etwas derb.

Eine dunkle Vergangenheit wird auch in Dagmar Hagers „Salzkammerflut“ (Gmeiner) aufgedeckt. Die erfolgreiche Kärntner Serienautorin schickt ihren Ben Achleitner diesmal aus, um Vermisstenfälle aufzurollen – die bis in die NS-Zeit reichen.

Im rechten Milieu von heute muss Chefinspektorin Alma Oberkofler in Petra Hartliebs „Buberlpartie“ (Dumont) ermitteln, nachdem ein Auto in ein Restaurant rast: Antisemitischer Anschlag, Terrorakt oder doch ein Unfall? Buchhändlerin Hartlieb geht da auch mit der österreichischen Innenpolitik und konsequentem Wegsehen hart ins Gericht.

Runter vom Gas geht dagegen Anja Rauter mit ihrem Wohlfühl-Dolce-Vita-Krimi „Alibi al dente“ (Gmeiner), in dem Eventplanerin Rosa Stern verdächtige Todesfälle in Triest untersucht – mit viel Essen, Trinken, ein bisschen lockeres Beziehungsgeplänkel, Lokalkolorit, angenehm erzählt, perfekt für einen angenehm plätschernden Badetag.

Dazu passt auch Tine Dreyers „Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset“ (Dumont), wo sich Dreifachmama Liv nicht nur mit Pubertieren, Hitzewallungen und Schlafstörungen plagt, sondern auch mit Drogengeschäften und Leichen, die ihren beschaulichen Familienalltag stören. Unterhaltsam – ein bisserl auf den Spuren der herrlich-makabren Bestsellerreihe „Achtsam morden“ von Karsten Dusse, der übrigens auch mit einem brandneuen Werk am Büchertisch liegt: Kriminalpsychologin Sophie gönnt sich zum 45er einen „Filmriss auf Immenhof“ (Heyne) und muss der Frage nachgehen, wie das lästige Grapschhanderl ihres Ex plötzlich in ihr Hotelbett auf dem Ponyhof der Heile-Welt-Träume kommt. Ohne nervigen Ex daran. Hat Sophie selbst zugeschlagen? Leichtes Lesevergnügen mit Stil und Witz. Und wer’s lieber hören möchte: Gibt’s auch als von Dusse selbst gekonnt gelesenes Audiobuch.

Was für ein Titel! „Giovanni du stinkst“ (Kremayyr & Scheriau) von Christian Klinger kommt als Antikrimi daher, bei dem der Sinovats sich mit einer Leiche am paradiesischen Badesee herumschlagen muss. Ebenfalls unterhaltsam – und das Ende (Achtung, Spoiler) zeigt, dass da noch mehr erwartet wird.

Zu guter Letzt sei noch jugendlichen Lesern „Little Deadly Secrets“ (Uberreuter) von Elena Rieding vorgeschlagen: Nach einer Partynacht ist Jenna verschwunden. Was weiß die Clique? Wen schützen die Freunde? Flotter Young-Adults-Thriller, ab 14 und für Junggebliebene.

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