Emmanuel Petit kann sich nicht vorstellen, dass Harry Kane den Ballon d‘Or gewinnt. Als Grund nannte der Weltmeister von 1998 die Torflaute des Engländers in dessen letzten drei WM-Spielen.
Sechs Treffer erzielte der Bayern-Stürmer insgesamt beim Turnier in Nordamerika. Sein letztes Tor schoss Kane im Achtelfinale gegen Mexiko, in den verbleibenden drei Spielen blieb der 33-Jährige erfolglos.
In wichtigen Spielen „abgetaucht“
Damit seien Kanes Chancen, den Ballon d‘Or zu gewinnen, im Keim erstickt, ist Petit überzeugt, gegenüber „Sport1“ meinte der Franzose: „Wenn man sich ausschließlich auf die Bundesliga stützt, wäre er sicherlich ein Ballon-d’Or-Kandidat, aber in der Champions League und mit seiner Nationalmannschaft, wenn es wirklich eng wurde, war er meistens abgetaucht.“
Im Champions-League-Halbfinale gegen PSG etwa habe Kane Petit nicht überzeugen können. „Er ist im Rückspiel völlig untergetaucht. Da war mehr drin. Das ist nach einer solch hervorragenden Saison schon schade. Genauso bei der WM: Er hatte sehr stark begonnen und ab dem Viertelfinale vermittelte er den Eindruck, ihm fehle sowohl die nötige Kraft als auch das nötige Glück“, so der 55-Jährige.
Wer die Trophäe zum Weltfußballer abstauben wird, traut sich Petit nicht festzulegen, immerhin hätten auch seine Landsmänner Kylian Mbappe, Ousmane Dembele und Michael Olise gegen Ende der WM nicht mehr Top-Leistungen auf den Platz gebracht. Die Verleihung findet am 26. Oktober in London – Kanes Geburtsstadt – statt.