Die Donaufestwochen im Strudengau sind eröffnet: Als Festredner trat der bekannte Bestsellerautor und Historiker Philipp Blom auf und er gab sich scharfsinnig, provokant, inspirierend. Die Veranstaltung im Arkadenhof des Schlosses Grein wurde zum kostbaren Live-Erlebnis.
Ein lauer Sommerabend im romantischen Arkadenhof des Schlosses Greinburg. Johannes Hiemetsberger, der neue Intendant der Donaufestwochen, ging mit dem Publikum erstmals auf Tuchfühlung. Und er kündigte das visionäre Musiktheater „Sophia oder Der Preis der Freiheit“ an.
Musik von Johannes Sebastian Bach, verknüpft mit Künstlicher Intelligenz (KI) und einem Libretto von Philipp Blom soll die Greiner Tradition der Uraufführung einer Opernrarität um eine Stufe weiterentwickeln. Die Premiere am 1. August wird allseits mit Spannung erwartet.
Lust auf Zeit ohne Smartphone
Festredner Philipp Blom plädierte leidenschaftlich für reale Begegnungen, unabhängig vom stets gegenwärtigen „Freund Smartphone“ in der Hosentasche. Man möge die „Zumutung Freiheit“ wieder aktiv annehmen und digitale Komfortzonen verlassen. Dieser Schritt, so Blom, führe zu wahrhaft lebendigen Augenblicken, die kein Algorithmus der Welt ersetzen könne.
Das Eröffnungskonzert des Ensembles Cembaless füllte den Schlosshof mit barocker Lebensfreude, Leidenschaft und Melancholie.
Zwei Blockflöten, Viola da Gamba, Zupfinstrumente und meisterhafte Perkussion begeistern, und sogar die Vögel im schönen Hof begleiteten die helle leichte Sopranstimme von Elisabeth von Stritzky.
Ein würdiger Auftakt der Donaufestwochen, der in den kommenden Wochen außergewöhnlichen Musikgenuss verheißt.