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Er schadet täglich sich, seiner Partei und dem ORF

· Politics

Zur Ruhe kommen würde der ORF, den die Haushaltsabgaben-Zwangszahler mit 700 Millionen Euro pro Jahr füttern müssen, nach all den bekannt gewordenen Skandalen durch die eilends vorgezogenen Neuwahlen der Senderführung – das war wohl die Hoffnung der Politik. Wenigstens aus dem Sommer wollte man die Diskussion über den öffentlich-rechtlichen Sender schieben, indem man als Beruhigungspille einen ORF-Konvent für den Herbst ankündigte.

Wenig überraschend zog diese Taktik nicht. Die Debatte schwelt weiter. Das Direktorium früh zu bestellen, über die Zukunft des Senders spät zu reden – eine Fehlentscheidung.

So wissen die neuen Direktoren rund um Regierungskandidat Clemens Pig noch nicht einmal, ob es ihre Jobs künftig noch geben wird, geschweige denn, wie viel sie verdienen werden.

Unterdessen fährt die FPÖ alle möglichen juristischen Geschütze gegen die Bestellung Pigs und seines Teams auf und kündigt an, in ihrem Kampf durch alle Instanzen zu gehen.

Alles wackelt, der umstrittene stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende, der von der ÖVP nominierte Gregor Schütze, hat aus der scharfen Kritik wenigstens die Konsequenzen gezogen und trat zurück.

Nur einer bleibt standhaft: Der noch weit umstrittenere Stiftungsratsvorsitzende, der von der SPÖ nominierte Heinz Lederer, zuckt trotz aller Vorwürfe, trotz gerichtlicher Vorerhebungen gegen ihn nicht mit der Wimper. Und schadet täglich sich, seiner Partei und vor allem dem ORF.