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„Er war unglaublich!“ Antonelli sorgt für Staunen

„Er war unglaublich!“ Antonelli sorgt für Staunen

Nach einer kurzen Durststrecke ist Formel-1-Dominator Kimi Antonelli in Spa wieder auf das Siegerpodest zurückgekehrt. Der 19-jährige Italiener fuhr in Belgien mit seinem „Silberpfeil“ nach drei unzufriedenstellenden Rennen wieder allen davon und profitierte im WM-Kampf vom Ausfall seines Mercedes-Teamkollegen George Russell. 

Während der Brite nach einer Kollision mit Ferrari-Rivalen Lewis Hamilton früh ausschied, durfte Antonelli die Sektdusche nach dem Grand Prix genießen. „Kimi war unglaublich“, sagte Mercedes-Boss Toto Wolff über seinen Schützling am Sonntag bei ServusTV. „Er fährt wie ein weiser Mann, selbst als er die Führung verloren hat.“

Der Teenager präsentierte sich in den Ardennen abgeklärt und holte sich seinen sechsten Saisonsieg trotz Safety-Car-Pechs im Duell mit dem zweitplatzierten Ferrari-Piloten Charles Leclerc. Zuvor hatte er wegen Defekten in Barcelona und Silverstone keine Punkte geholt, in Spielberg war nach Eigenfehlern der dritte Platz das Höchste der Gefühle.

Momentum weiter bei Antonelli
„Das Momentum war immer da“, betonte Antonelli auf eine entsprechende Nachfrage. „Es ging nur darum, die Ergebnisse einzufahren.“ Wolff lobte auch die Einstellung des stets bescheidenen Youngsters. Bei den Besprechungen nach den Sessions präsentiere er sich immer ausgeglichen – egal, ob diese gut oder schlecht verlaufen waren. „Das habe ich so bei einem jungen Piloten noch nicht erlebt. Und man sieht Ergebnisse.“

Diese lieferte zuletzt auch Russell ab, ehe in Belgien wieder ein Nackenschlag folgte. In den vergangenen Wochen hatte sich der Brite, der den perfekten Umgang mit den neuen Autos noch nicht gefunden hat, mit drei Podestplätzen im WM-Rennen zurückgearbeitet. Nur noch 25 Punkte – die es für einen Rennsieg gibt – betrug der Rückstand auf seinen Teamkollegen vor dem Wochenende in Belgien. Ein Rennen vor Saisonhalbzeit sind es wieder 50.

Batterie-Probleme bei Russell
Auch wegen eines Problems mit der Batterie hatte Russell nach dem Start auf der berühmten Kemmel-Geraden wertvolle Meter verloren und sich danach im Verkehr wiedergefunden. Kurz darauf passierte der folgenschwere Kontakt mit Hamilton. „Es ist bitter“, sagte Wolff. Das Thema Zuverlässigkeit bleibt bei Mercedes weiter ein allgegenwärtiges. Aber: „Es ist das schnellste Auto. Lieber arbeite ich an der Standfestigkeit, als das ganze Ding schneller zu machen“, erklärte der Wiener.

Bevor es in die Sommerpause geht, wird am Sonntag noch in Ungarn um Punkte gefahren. Antonelli betonte erneut, dass er keinen Blick auf die Gesamtwertung werfe. „Ich möchte einfach großartige Ergebnisse einfahren und das in Ungarn wiederholen, damit ich glücklich in die Sommerpause gehen kann“, sagte er. Denn man habe bereits in der laufenden Saison öfter gesehen, wie schnell sich die Lage drehen könne.

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