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Erstaunlich! Es grenzt an ein sportliches Wunder

· Sport

Kein einziger Österreicher schaffte es bei den Erste Bank Open in die zweite Runde – dennoch hat sich das rot-weiß-rote Daviscup-Team für das Final-8-Turnier qualifiziert. Eine Kolumne von „Krone“-Sportchef Peter Moizi ...

Täglich grüßt das Murmeltier. Die Halle ist ausverkauft, die Storys geben viel her: Alexander Zverev kürte sich zur Nummer eins, Carlos Alcaraz begeistert mit seinen genialen Schlägen und Flavio Cobolli rührte mit seinem tränenreichen Aus das Publikum. Eine Art Oktoberfest-Stimmung in der Stadthalle – mit feiernden und singenden Fans. Die Atmosphäre ist so ausgelassen wie bei den Grand Slams von Melbourne und New York, wo die Party mit dem Sport fast auf gleicher Ebene steht. Die Nachfrage steigt rasant: Sogar bis zu 450 Euro wurden auf dem Schwarzmarkt für Tickets geboten. Das gab es beim Tennis in Wien noch nie …

Österreicher abgeschlagen
Der Wermutstropfen: Kein Österreicher schaffte den Sprung in die zweite Runde. Die Situation sieht alles andere als rosig aus. Sebastian Ofner führt Rot-Weiß-Rot als Nummer 122 der Welt an, als heißeste Aktie für die Zukunft gilt allerdings Joel Schwärzler.

Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich Österreichs Daviscup-Team für das Final-8-Turnier qualifiziert hat. Nach dem 3:1 in Wien gegen Belgien wartet in Bologna Spanien mit Superstar Alcaraz. Es grenzt an ein sportliches Wunder, dass die Truppe von Jürgen Melzer bei einem der ältesten und traditionsreichsten Mannschaftsbewerbe derart mithalten kann – denn bei den heurigen vier Grand Slams gingen insgesamt lediglich zwei Einzelsiege auf das Konto der ÖTV-Herren.