Politik

„Europäische Firmen arbeiten für Russland“

„Europäische Firmen arbeiten für Russland“

Scharfe Kritik übt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an seinen europäischen Verbündeten. Es gebe nach wie vor Firmen, „deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten“, sagte Selenskyj bei einer Rede in Dublin anlässlich der Übergabe des EU-Vorsitzes an Irland.

Die erwähnten Unternehmen seien im Besitz oder praktisch unter der Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. „Sie versorgen den Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt“, so Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen Russland entsprechend zu erweitern.

Ferner forderte er ein noch entschlosseneres Vorgehen der europäischen Partner gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Putin will den Krieg fortsetzen. Deshalb muss er mit Bedingungen konfrontiert werden, die es ihm unmöglich machen, diesen Krieg weiterzuführen“, sagte Selenskyj.

Exporte von Irland nach Russland im Visier
Die Kritik war auch an Irland gerichtet, denn zuletzt hatte dort der Export von Aluminiumoxid nach Russland für Debatten gesorgt. Das Rohmaterial dient zur Herstellung von Aluminium, ist aber auch für die Rüstungsproduktion von großer Bedeutung. Ein Werk in der irischen Grafschaft Limerick war deswegen in die Schlagzeilen geraten.

Warnung vor neuem Großangriff durch Russland
Das ukrainische Staatsoberhaupt wartete mit einer weiteren „unangenehmen Information“ auf: In der Nacht auf Donnerstag werde Russland den nächsten massiven Angriff auf die Ukraine ausführen. Die Menschen in seinem Land rief Selenskyj auf, Alarmsignale zu beachten und Schutzräume aufzusuchen. Tags zuvor hatten bereits der Bürgermeister der westukrainischen Großstadt Iwano-Frankiwsk, Ruslan Marzinkiw, und der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Cherson, Olexander Prokudin, die Bevölkerung vor einem möglichen größeren russischen Angriff für die Nacht zum Mittwoch gewarnt.

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