Sport

Ex-ÖFB-Kapitänin berührt mit Posting über Tochter

Ex-ÖFB-Kapitänin berührt mit Posting über Tochter

Dieses Posting geht unter die Haut und rührt zu Tränen. Die ehemalige ÖFB-Kapitänin Viki Schnaderbeck und nunmehrige ORF-Expertin hat auf Instagram die niederschmetternde Diagnose ihrer zweijährigen Tochter Emilie veröffentlicht. Zudem richtet die 35-Jährige einen dringenden Appell an die Gesellschaft.

Gemeinsam mit ihrer Ehefrau Anna schwieg Schnaderbeck laut eigenen Worten ein Dreivierteljahr darüber, „um das Familienglück zu schützen“. Nun brachen die beiden ihr Schweigen und gingen an die Öffentlichkeit, „um Sichtbarkeit zu schaffen und das System zu hinterfragen“.

Seltener Gendefekt
Am 7. Oktober 2025 änderte sich das Leben der jungen Familie schlagartig. Die Kinderneurologie des LKH Graz diagnostizierte bei der zweijährigen Tochter Emilie den seltenen Gendefekt Dup15q. Die medizinische Prognose umfasst eine kognitive Behinderung, Symptome im Autismusspektrum, schwere Sprachverzögerungen, Wahrnehmungsstörungen sowie ein hohes Epilepsierisiko.

Instagram: Schnaderbecks emotionales Posting

„Diesen Moment in Worte zu fassen, ist unmöglich ...“
„Diesen Moment in Worte zu fassen, ist unmöglich und für jemanden unvorstellbar, der das noch nicht selbst erlebt hat“, schrieben Viktoria und Anna in ihrem Posting. „Dieser Moment, an dem du versuchst, rational die Infos aufzufassen, aber innerlich gerade zerbrichst. Ein Moment, an dem du regelrecht spürst, wie dir die Kontrolle entgleitet.“

Schnaderbeck betont Stolz auf Tochter
Seit der Diagnose seien neun Monate vergangen. Schnaderbeck, die in ihrer aktiven Karriere für Klubs wie Bayern München und Arsenal London spielte und einst als erste österreichische Nationalspielerin mit ihrem Coming-out 2019 Mut bewies, hat ihre Lebensfreude trotzdem nicht verloren und zeigt Stärke. Sie betont den Stolz auf ihre Tochter, die trotz aller Herausforderungen unbeschreiblich viel Freude schenke und eine starke Persönlichkeit entfalte.

„Kein Erfolg, kein Job, keine Auszeichnung dieser Welt ist auch nur annähernd so wichtig wie das Wohlbefinden unserer Familie und unserer Tochter“, stellte die Steirerin klar. Unterstützt von einer engen Familie und der Community blicke das Paar mit Vertrauen in die Zukunft.

Schnaderbeck hob zudem das Thema auf eine gesellschaftspolitische Ebene. Ein Leben mit Behinderung verlange unbändige Ressourcen wie Zeit, Geld, helfende Hände und spezifische Hilfsmittel. Politische Debatten über Budgetkürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich würden für betroffene Familien eine existenzielle Bedrohung bedeuten.

Politischer Weckruf für Inklusion
„Als Eltern macht uns der Gedanke Angst, dass diese Ressourcen in Zukunft limitiert sein könnten und sich dadurch die Lebensqualität unserer Tochter und vieler, vieler anderer Menschen verschlechtert“, äußerte das Paar seine Sorge. Schnaderbeck fordert daher eine Gesellschaft, die Inklusion aktiv lebt und finanziert.

Vielleicht verpasst