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ÖFB-WM-Generalprobe: Als Spione völlig nutzlos

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Bauarbeiter und Securitys hätten bei Österreichs interner Generalprobe Ralf Rangnicks erste WM-Elf erspähen können – aber diese Amerikaner können mit Fußball nichts anfangen ...

„Falls wer auf dumme Ideen kommt, wir haben auch Scharfschützen“, scherzte ein Mitarbeiter der ÖFB-Presseabteilung als „Warnung“. Vor dem Auftakt der EURO 2008 gegen Kroatien hatten sich ja einst Journalisten auf einem Hügel auf die Lauer gelegt, wollten beim gesperrten Abschlusstraining die Aufstellung von Teamchef Josef Hickersberger erkennen. Was für böses Blut sorgte. Die Zeiten sind vorbei ...

Doch gestern hätte es in Santa Barbara viel zu sehen gegeben. Wer ist (nicht) fit genug, wen plant Ralf Rangnick als Zehner-Ersatz für Christoph Baumgartner ein, wer stürmt an vorderster Front? Es war das Duell Österreich gegen Österreich, dreimal 20 Minuten, nach der Absage des Guatemala-Tests die inoffizielle Generalprobe für den WM-Start gegen Jordanien. Daher sollte wohl die erste Elf gegen die 1b-Auswahl auflaufen, um in den Rhythmus zu kommen. Hohe Intensität wurde angekündigt. „Die Mannschaft steht immer im Vordergrund, aber es ist eine Chance, sich zu zeigen“, nahmen David Affenguber und Michael Svoboda den Probegalopp ernst.

Die beiden erzählten auch charmant, wie sie von ihrer WM-Nominierung erfuhren: Der Elche-Legionär bei einer Poolparty, Venezias Kapitän im Urlaub, strahlte: „Das war der schönste Moment in meinem Leben.“

Was jene Personen, die gestern als Spione hätten fungieren können, aber nicht interessierte: „Wer spielt da? Fußball? Österreich? Sorry, dafür haben wir wirklich keine Zeit“, winkten die Bauarbeiter Charles und Steve im „Krone“-Gespräch in der kurzen Mittagspause ab. Dabei hätte das Duo von seinem Arbeitsplatz hinter bzw. hoch über der Haupttribüne beste Sicht auf den Rasen des Harder Stadiums gehabt.

„Einen besseren Job gibt es nicht“
Am Boden verhinderten schwarze Planen den Blick auf das Spielfeld. Davor schoben Securitys Wache. Eher gelangweilt. „Es passiert den ganzen Tag nichts“, erzählte Regina.

Wenige Meter daneben bewachte und öffnete Kollege Rex das Tor, um den Mannschaftsbus und das ÖFB-Personal auf das Stadiongelände zu lassen und schmunzelte zur „Krone“: „Ich sitze hier acht Stunden in der Sonne – einen besseren Job gibt es nicht. Aber ich war Baseballer, kenne mich beim Fußball nicht aus, auch eure Spieler nicht.“

Dafür war er höflich: „Ich denke, ihr könnt Weltmeister werden.“ Als Spion nicht zu gebrauchen, aber möge seine Prognose eintreffen …