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Frische US-Raketen erlauben Angriffe in Russland

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Die Ukraine kauft in der Türkei ein größeres Paket mit Artilleriewaffen aus US-Produktion. Dazu gehören auch Raketen vom Typ ATACMS, mit denen Angriffe im Rückraum der Front in Russland möglich sind.

Neben 70 ATACMS-Raketen umfasst das Geschäft zwölf Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten mit dem Kaliber 203 mm, ebenfalls mit Streumunition. Das berichtet das ukrainische Militärportal „Militarnyj“ unter Berufung dabei auf die Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress zu dem geplanten Weiterverkauf.

245 Mio. Euro wert
Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen.

Wie andere Länder zuvor, nutzt offenbar auch die Türkei den Waffenbedarf der Ukraine, um Rüstungsgüter älterer Bauart zu verkaufen. Die Ukraine wiederum kann damit ihre Feuerkraft bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges verstärken.

Für Angriffe hinter der Front
Die verkauften ATACMS-Raketen der Modifikation M39 haben eine Reichweite von 165 Kilometern. Die USA haben der Ukraine solche Kurzstreckenraketen bereits geliefert. Mit solchen Raketen kann die ukrainische Armee Truppenansammlungen und Kommandostellen der Russen im Rückraum der Front angreifen.

Die frühere Führung von Präsident Joe Biden hatte lange gezögert, den Einsatz auch gegen Ziele auf russischem Gebiet zuzulassen. Schließlich gab Biden die Freigabe, unter der Regierung Trump wurde sie aber wieder zurückgenommen