Fußball-Welt empört! Aber Verband hilft Infantino
Die ganze Fußball-Welt ist in Aufruhr! Die Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino, die WM zu privatisieren und Anteile an Investoren zu verkaufen, stößt auf breiten Widerstand. Während Infantino ein Ultimatum setzt, erhält er von einem Kontinentalverband Unterstützung.
Afrikas Fußballverband CAF steht den Investorenplänen nämlich offen gegenüber und forderte am Mittwoch die einzelnen Verbände des Kontinents dazu auf, den Vorschlag zu prüfen und sich am Konsultationsprozess zu beteiligen.
„Wir sind entschlossen den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die finanziellen und sonstigen Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu stärken“, heißt es in einem offiziellen Statement.
Infantino stellt Ultimatum
CAF-Präsident Patrice Motsepe hat für kommende Woche eine Sitzung des Exekutivkomitees einberufen. Er gilt als Unterstützer Infantinos und hatte nach der WM bereits geschwärmt, dass der Schweizer eine „Schlüsselrolle in der Entwicklung des afrikanischen Fußballs“ einnehme.
Mit 54 Mitgliedsverbänden ist die CAF ein großer Stimmenblock innerhalb der FIFA und nun der erste Kontinentalverband, der sich positiv zu den Plänen geäußert hat, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.
Die UEFA hingegen hat mit Empörung reagiert und einen WM-Boykott der Europäer in den Raum geworfen. Infantino selbst reagierte kühl und hat den Mitgliedsverbänden offenbar eine Frist bis 19. September gesetzt, um seinen Plänen zuzustimmen.