Funktionär will Irak-Spieler hinrichten lassen
Weil Montader Madjed dem irakischen Nationalteam abgesagt hat, fordert nun ein hochrangiger Funktionär, den 21-Jährigen hinrichten zu lassen.
„Wer den Namen meines Landes nicht respektiert, den lasse ich hinrichten“, meinte Adi al-Rubaie, Vorstandsmitglied des irakischen Erstligisten Al-Shorta, beim Fernsehsender Dijlah und sorgte mit seinen Worten logischerweise für große Aufregung. Auf die Nachfrage, ob er mit der Aussage nicht über das Ziel hinausgeschossen habe, entgegnete der Funktionär nur: „Nein, meine Forderung ist nicht übertrieben.“
„Das ist abscheulich“
Iraks Verband reagierte entsetzt, Sprecher Ahmed Al-Falluji stellte klar. „Das ist abscheulich, und gegen die Person, die diese Aussage gemacht hat, müssen rechtliche Schritte eingeleitet werden.“
Madjed ist irakisch-schwedischer Doppelstaatsbürger. Obwohl er sich nach Jahren im Jugendnationalteam der Skandinavier 2023 für die irakische Auswahl entschieden hatte, fehlte er zuletzt im Team von Trainer Graham Arnold.
Zwar wurde Madjed mittlerweile wieder nominiert, diesmal verzichtete der Flügelstürmer allerdings selbst auf Einsätze im Teamtrikot. „Es ist eine komplizierte Situation und ich möchte mich jetzt erst einmal hier konzentrieren. Ich will gerade nirgendwohin fliegen“, kommentierte der Teleborg-Profi das angespannte Verhältnis mit Iraks Nationalmannschaft.