Gewerkschaft räumt in grauslicher Chat-Affäre auf
Die internen Untersuchungen der „Chat-Schande“ innerhalb der Gewerkschaft GPA sind abgeschlossen – eingesetzte Datenforensikern konnten auf eigentlich gelöschten Geräten noch zwei weitere Handy-Gruppen mit grauslichen Inhalten aufspüren! Jetzt gibt es Verhaltensschulungen – und einen Appell an die Politik.
Ausgerechnet eine oberösterreichische Gewerkschafts-Sekretärin ist die Gründerin bzw. Verfasserin der grauslichsten Inhalte bei einer aufgeflogenen Chat-Schande innerhalb der GPA. Sie wurde bekanntlich nach dem von der „Krone“ aufgedeckten Skandal umgehend gekündigt. Wie berichtet, wurden den Freiheitlichen zwei Handy-Gruppen mit zutiefst menschenverachtenden, sexistischen und rassistischen Fotos sowie Kommentaren zugespielt.
Jugendfunktionäre teilten ekelhafte Inhalte
Die Gewerkschaft räumt jetzt weiter rigoros auf. Beauftragte Datenforensiker durchforsteten die Handys der großteils Jugendfunktionäre. Technisch ein äußerst schwieriges Unterfangen, weil jedes Smartphone bei der Weitergabe auf Werkseinstellung zurückgestellt wird und damit eigentlich alles gelöscht ist. Trotzdem gelang es den Experten, noch zwei weitere WhatsApp-Gruppen, insgesamt sind es also vier, zu enttarnen.
Mit denselben Personen und denselben grauslichen Inhalten. Diese wurden auch von Jugendvertrauensräten anderer Unternehmen geteilt. „Unsere Möglichkeiten zur Nachforschung sind damit aber erschöpft!“, betont Daniel Gürtler, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit in der Gewerkschaft für Angestellte.
Gewerkschafter-Appell: „Kein politisches Kleingeld“
Und er schickt gleich einen Appell hinterher: „Sollte die FPÖ noch Hinweise auf weiteres Fehlverhalten haben, so fordern wir sie auf, uns dies auf direktem Weg mitzuteilen, damit wir entsprechende Konsequenzen setzen können.“ Die Angelegenheit sei zu ernst, „um damit politisches Kleingeld zu wechseln“.