„Großer Schritt“ bei WM – jetzt wartet „Phänomen“
Österreichs Rückkehr auf die WM-Bühne ist eine erfolgreiche gewesen. Nun wartet am Montag (19 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) mit dem Spiel gegen Weltmeister Argentinien das ganz große Highlight in Gruppe J.
Die ÖFB-Auswahl startete am Dienstag in Santa Clara mit einem 3:1 gegen Jordanien in die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada. Österreichs erster WM-Sieg nach 36 Jahren wurde dank Treffern von Romano Schmid (21.) und dem erst zur Pause für Sasa Kalajdzic eingetauschten Marko Arnautovic (102./Elfmeter) sowie einem Eigentor von Yazan Al Arab (76.) perfekt. Ali Olwan (50.) hatte vor 68.527 Zuschauern zwischenzeitlich für beherzt kämpfende Jordanier ausgeglichen.
„Es ist auf jeden Fall mal ein großer Schritt“, jubelt Teamchef Ralf Rangnick. Kapitän David Alaba meint: „Wir wollten das erste Spiel in diesem Turnier für uns entscheiden, damit wir einen guten Start haben. Das ist uns gelungen!“
Messi-Show im ersten Spiel
Tabellenführer in Gruppe J ist allerdings Weltmeister Argentinien nach einem 3:0 samt Lionel-Messi-Gala gegen Algerien. „Das kann doch nicht wahr sein. Dieses Phänomen, das bald 39 Jahre alt wird, schafft es, bei einer Weltmeisterschaft einen Hattrick zu erzielen – und das mit absoluter Selbstverständlichkeit, obwohl er sich erst vor wenigen Tagen von einer Muskelverletzung erholt hat. Ein ewiges Genie“, schwärmt etwa die spanische „Mundo Deportivo“.
Und das argentinische Medium „Ole“ schießt gegen Messis Kritiker: „Dass er alt ist, dass er in einer untergeordneten Liga spielt, dass er nicht mehr so rennt wie früher. Dass er im Eins-gegen-Eins nicht mehr gewinnt, dass er nur noch von seinem Nachnamen lebt, dass er keinen Platz für neue Talente lässt. Willkommen zurück, ihr Experten des Pessimismus. Macht euch darauf gefasst, dass die Nummer 10 hier ist.“
Alaba staunt über Messi
Mit seinem Triplepack stellte Messi mit nun 16 WM-Toren den Rekord des Deutschen Miroslav Klose ein. Geht sein Erfolgslauf im zweiten Gruppenspiel am Montag weiter? Das ÖFB-Team ist gewarnt. „Unglaublich“, staunt Alaba. „Dass er gleich wieder mit einem Hattrick startet, ist Wahnsinn. Gott sei Dank hat er das heute gemacht und – hoffen wir – nicht nächste Woche.“
Jetzt liegt der volle Fokus auf der Partie gegen den Titelverteidiger. „Wir bereiten uns auf Argentinien vor“, so Rangnick. „Wir haben heute gesehen, welche Qualität Argentinien hat. Das ist eine klassische Ballbesitz-Mannschaft.“ Fest steht: Unserem ÖFB-Team ist nach dem gelungenen Auftakt alles zuzutrauen.