Von Dominic Thiem bis Raf Camora: Die Promi-Dichte bei den Erste Bank Open ist größer denn je. Laut ist hingegen der Schrei nach einer mordernen Halle. Eine Kolumne von „Krone“-Sportchef Peter Moizi ...
Backstage in der Stadthalle: Der Vater von Carlos Alcaraz erspähte beim Eingang zur Players Lounge Thomas Muster. „Bitte, mach ein Foto mit mir! Ich habe dich immer bewundert!“ Tom konterte schnell: „Gerne! Aber hol bitte deinen Junior, die Tochter eines Freundes hätte gerne ein Selfie mit Carlos.“ Gesagt, getan. Beide Wünsche erfüllt, alle happy! Kein roter Teppich, keine Society-Reporter. Dennoch ist die Promi- und Adabei-Dichte beim Tennis in Wien größer als je zuvor.
Flock, Hütter, Bontus und Co.
Sport-Asse wie Dominic Thiem, Janine Flock, Valentin Bontus oder Conny Hütter mischen sich unter das Publikum. Legenden wie der einstige Wimbledon-Sieger Michael Stich oder Jahrhundertkicker Herbert Prohaska staunen über die durchgestylte Inszenierung. Schauspieler, Influencer, Wirtschaftsgrößen und Sportbegeisterte wie Rapper RAF Camora oder Ex-Kanzler Sebastian Kurz saugen die Matches und die Atmosphäre auf.
Erinnerungen an die beeindruckenden Daviscup-Feste von Ende der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre werden wach. Selbst wer keine Ahnung von Tennis hat, will dabei sein. Um gesehen zu werden, um mitreden zu können.
Wien hätte heuer sogar dreimal so viele Tickets verkaufen können, doch die Plätze sind begrenzt. Umso lauter wird nach einer modernen, der Zeit angepassten Arena geschrien. Das Projekt in St. Marx dauert länger als erwartet, das Thema Nationalstadion ist ein permanenter politischer Konflikt. So innovativ die Manager ihre sportlichen Produkte auch in Szene stellen, manche Infrastrukturen aus der Steinzeit können nie kaschiert werden.