Größter Treppenwitz im Wahl-Fiasko: Babler bleibt
Als die SPÖ, langjährige Bürgermeisterpartei in Graz, 2003 erstmals unter die 30-Prozent-Marke fiel, gingen die Roten noch davon aus, dass es sich dabei um einen einmaligen Tiefpunkt handeln müsse.
Tiefer könne es für eine Großpartei in einer roten Stadt nicht gehen, meinte man. Ehe die SPÖ 2008 auch noch unter die 20-Prozent-Marke stürzte – im Bund liegen die Sozialdemokraten nach der Nationalratswahl von 2024 übrigens noch knapp darüber.
2012 kippten die Roten in der zweitgrößten Stadt Österreichs bereits auf nur noch wenig über 15 Prozent – etwa das Niveau, dem sich die Bundespartei in Umfragen heute nähert.
Aber noch weniger? Ausgeschlossen! Nein, war es nicht: Bei den Grazer Wahlen 2017 blieb die SPÖ nur noch knapp über der Zehn-Prozent-Marke. Ein Fiasko, das sich nie wiederholen dürfe, hörte man. Unter Zehn Prozent – so tief könnte die Partei niemals fallen.
Und doch: Bei den Wahlen vor fünf Jahren erreichten die Sozialdemokraten in der einstigen SPÖ-Hochburg nur noch 9,5 Prozent.
Dieses historische Tief – es würde nicht mehr zu unterbieten sein, posaunte man in den roten Reihen. Dann kam der Sonntag: 5,6 Prozent für die SPÖ. Noch tiefer? Dann wäre die SPÖ in Graz gar nicht mehr vertreten.
Graz geht der SPÖ-Entwicklung stets einen Schritt voraus. Treppenwitz am Abstieg: Ausgerechnet in der „Regentschaft“ des linken Andi Babler rinnt die Partei nach links aus.
Der größte Treppenwitz: Babler bleibt.