Hamilton sauer: „Wir hätten nicht stoppen dürfen!“
Fünfter statt möglicherweise Zweiter wegen einer verpatzten Boxen-Strategie – Lewis Hamilton ist nach dem Großen Preis von Ungarn (wieder einmal) ein bisschen sauer auf sein Ferrari-Team!
Denn die Idee, eine Virtual-Safety-Car-Phase für einen Reifenwechsel zu nutzen, erwies sich bestenfalls als subobtimal, durch den Verlust mehrerer Positionen auf der Strecke sogar eher grottig. „Ich glaube definitiv nicht, dass wir hätten stoppen sollen“, meinte Hamilton denn auch nach dem Rennen …
Was passiert war: In Runde 56 war der siebenmalige Formel-1-Weltmeister auf dem Hungaroring knapp, aber doch auf Kurs in Richtung Platz 2, als die Strategen des Ferrari-Teams eine große Chance witterten: Virtual-Safety-Car!
Stopp an der Box dauerte Tick zu lange
Schleunigst wurde Hamilton an die Box geholt, um seine inzwischen etwas betagten Reifen für den Schlussspurt gegenüber dem aufholenden Max Verstappen zu ersetzen. Blöd nur, dass der Stopp an der Box einen Tick zu lange dauerte und er sich plötzlich hinter Mercedes-Mann Kimi Antonelli wiederfand.
Anstatt gegen Verstappen um Platz 2 zu kämpfen, musste er sich nun mit dem italienischen Jungspund herumschlagen – und er kam nicht vorbei. Durch die später verhängte 5-Sekunden-Strafe wegen des Überschreitens des Tempolimits in der Boxengasse landete der Brite am Ende gar nur auf Platz 5.
„Meine Reifen waren völlig in Ordnung!“
Was nicht hätte sein müssen, wie Hamilton überzeugt ist: „Ich wäre niemals an die Box gekommen, wenn ich gewusst hätte, dass wir dadurch die Position auf der Strecke verlieren.“ Dabei habe er den Funkspruch mit der Boxen-Stopp-Aufforderung zunächst sogar für nachvollziehbar gehalten, denn „man muss darauf vertrauen, dass das Team die richtige Entscheidung getroffen hat. Aber im Nachhinein waren meine Reifen völlig in Ordnung“.
Sein Problem sei gewesen, dass es den Funkspruch erst unmittelbar vor der Boxen-Einfahrt gegeben habe – es sei für ihn schlichtweg unmöglich gewesen, großartig darüber zu diskutieren …