Houthis beschießen Öltanker: Weiten USA Krieg aus?
Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz hat ihre Drohung wahr gemacht und zwei saudische Öltanker im Roten Meer attackiert. Damit wurde eine weitere Front eröffnet, der Iran-Krieg könnte ausgeweitet werden: Die USA haben ihre Truppen verstärkt und Bomber in höchster Einsatzbereitschaft versetzt.
Am Montag hatten die Houthis im Jemen eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt. Jetzt meldete die Terrormiliz den Beschuss zweier saudischer Öltanker, die die „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. Man habe Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden.
Brand an Bord ausgebrochen
Saudi-Arabien bestätigte, dass ein Schiff getroffen worden und am Bug ein Feuer ausgebrochen sei. Die Crew sei nicht in Gefahr. Auch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) meldete einen Angriff. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 130 Kilometer südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien.
Seit zehn Jahren Krieg gegen Saudi-Arabien
Seit 2023 beeinträchtigten die Houthi mit Angriffen im Roten Meer – damals im Kontext des Gaza-Kriegs – den Welthandel bereits massiv. Die neuen Angriffe sind eine weitere Eskalation im Krieg von Saudi-Arabien gegen die Miliz, der bereits seit zehn Jahren geführt wird. Damit könnte sich auch im Iran-Krieg eine neue Front öffnen. Mehr Handlungsspielraum für US-Präsident Donald Trump, um auch gegen die Houthis im Jemen vorzugehen, geben Truppenverstärkungen, über die US-Medien berichten.
Spezialeinheiten entsandt
Nachdem kürzlich Kampfflugzeuge in die Region verlegt wurden, berichtet das „Wall Street Journal“ nun, dass Spezialeinheiten entsandt wurden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Großbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Außerdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten.
Unterdessen haben die USA die zwölfte Nacht in Folge nach eigenen Angaben militärische Ziele im Iran attackiert. Ziel sei es, die Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen.
„Werden sehr bald bereit sein“
Kurz zuvor hatte Trump bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ. Die jüngste Truppenverstärkung könnte auch bedeuten, dass die Angriffe gegen das Regime in Teheran noch ausgeweitet werden.