Voice of Freedom Повна версія

In der Kaderschmiede für das Theater von morgen

· Culture

Hier starten gerade neun spannende Bühnenkarrieren: Was der diesjährige  Abschlussjahrgang des Max-Reinhardt-Seminars über die Zukunft der eigenen Zunft denkt.

Sie werden die Zukunft des Theaters maßgeblich mitgestalten – oder tun dies bereits: die Absolventen des aktuellen Abschlusslehrgangs im renommierten Reinhardt-Seminar in Wien. Wir haben die neun jungen Schauspieler kurz vor ihrem entscheidenden Absolventenvorspiel gefragt, was sie von ihrem Beruf erwarten und was sie sich und dem Theater von morgen wünschen.

Wagnisse und Experimente
Dass das Theater eine analoge, sehr authentische Kunstform ist, die Menschen ganz unmittelbar anspricht, fasziniert sie alle. Sie sehen Theater auch als politischen Raum, in dem heikle Themen verhandelt werden, sehen ihre Aufgabe darin, auf der Bühne einzustehen für eine solidarische Gesellschaft. Was sie dazu beitragen wollen? Immer wieder Wagnisse eingehen, experimentieren und auch vor Kontroversen nicht zurückschrecken.

Wie die neun das umsetzen, zeigen sie nicht nur beim öffentlichen Absolventenvorspiel. Einige von ihnen haben ihre Karriere bereits gestartet, stehen auf der Bühne – oder vor der Kamera. So ist Felix Caspar Künzli als Tybalt in „Romeo und Julia“ in der Josefstadt zu sehen, Elena Pfeiler demnächst an der Seite von Philipp Hochmair in „Blind ermittelt“ und Leonie Pum als Teil des ORF-Casts von „Benko – Size does matter“.

Nestroy-Nominierung
Auch Diyar Agit hat bereits aufhorchen lassen: Für seine ersten Rollen wurde er 2025 für den Nestroy nominiert, demnächst ist er in einer internationalen Serienproduktion engagiert. Wo auch immer es die neun noch hintragen wird – es ist ein vielversprechender Jahrgang, von dem man definitiv hören wird.

Absolventenvorspiel: 6. und 7. November im Schlosstheater Schönbrunn; Details und Info unter maxreinhardtseminar.at