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Kanzler spricht in Causa Ruck von „Konsequenzen“

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Der Kanzler und die ÖVP geben sich einen Ruck: Nach den vielen brisanten Enthüllungen rund um den Wiener Wirtschaftskammer-Präsidenten Walter Ruck (ÖVP) kündigt Parteichef Christian Stocker jetzt mögliche Konsequenzen an. 

Es begann mit einer Stelze im Schweizerhaus, ärgerte dann die Opposition und könnte für die ÖVP letztlich in einem Scherbenhaufen enden. Die der „Krone“ vorliegenden Gesprächsprotokolle, in denen Wiens Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck geschildert haben soll, wie er Spitzenposten in der Stadt eingefädelt habe, beschäftigen die Innenpolitik.

Im Zentrum: die Bestellung des früheren ÖVP-Gemeinderats Manfred Juraczka zum zweiten Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien – Gehalt: 14.000 Euro brutto im Monat. Kritik an Rucks „Tischmanieren“ kam – wie berichtet – aus der Opposition und von SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner. Aber auch in Rucks eigener Partei, die dem Wiener durch ihre Zurückhaltung in der Causa bislang noch die Mauer machte, wird die Kritik lauter.

„Widersprechen Frauenbild“
Bundeskanzler Christian Stocker, der zuletzt noch meinte, er habe dazu „keine Meinung“, da es ihn als Kanzler nicht betreffe, stellt jetzt sogar Konsequenzen für den umstrittenen Kammer-Präsidenten in Aussicht und meint: „Die medial kolportierten Aussagen sind zutiefst irritierend und widersprechen dem Frauenbild und Politikverständnis der Volkspartei. Alle Vorwürfe müssen aufgeklärt werden. Sollten die Vorwürfe der Wahrheit entsprechen, kann das nicht ohne Konsequenzen bleiben.“

Nach dem Stelzen-Gate wird für Ruck jetzt das Gansl gebraten – und es wird von Tag zu Tag knuspriger.