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Karner: „Auch Kinder für gewisse Zeit wegsperren“

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Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) befürwortet den österreichweiten Ausbau von „gefängnisähnlichen Unterbringungen“ für nicht strafmündige Intensivtäter. Die Jugendkriminalität gehöre „zu unseren Sorgenkindern“ und es sei „notwendig, dass auch Kinder eine gewisse Zeit weggesperrt werden können“. 

Er sei dankbar für die sogenannte „Auszeit -WG“, in der in Wien derzeit ein Kind untergebracht ist und der Einzug eines zweiten Kindes vorbereitet wird.

Die Erfahrungen damit sollen in die Entwicklung ähnlicher Modelle in anderen Städten für unter 14-jährige Täter einfließen, die aufgrund ihres kindlichen Alters gerichtlich noch nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

Kriminalität wird „jünger und digitaler“
Grundsätzlich „gehört die Jugendkriminalität zu unseren Sorgenkindern“, verwies Karner auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Kriminalität werde „immer jünger und digitaler“. Um dem entgegenzuwirken, würden „die polizeilichen und repressiven Maßnahmen verstärkt“.

Polizeiliche Schwerpunktaktionen allein würden nicht ausreichen, es bedürfe eines „umfangreichen Maßnahmenpakets“. Unter anderem sollen sicherheitspolitische Fallkonferenzen „für Elfjährige, Zwölfjährige, 13-Jährige“ gemeinsam mit Sozialarbeitern eingeführt werden.

50 bis 60 unmündige Intensivtäter in Wien
Die Anzahl der unmündigen Intensivtäter in Wien – also Kinder, die schwere Straftaten wie Raubüberfälle oder Einbruchsdiebstähle begangen haben – beläuft sich auf derzeit 50 bis 60. „In anderen Städten gibt es diese auch, aber nicht in diesem Ausmaß und ohne explizite Auswertung“, teilte das Innenministerium mit.