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Kühbauer: „Schlimm wäre es aber gewesen, wenn …“

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„Schlimm wäre es aber gewesen, wenn wir dann nach 120 Minuten oder im Elferschießen ausgeschieden wären. Weil dann hätte sich alles nicht gelohnt: Der Aufwand, das gute Spiel von uns. Das wäre hart gewesen“, sagte LASK-Coach Didi Kühbauer nach dem harten aber erfolgreichen Cup-Fight gegen Ried.

Mit viel Moral hat Titelverteidiger LASK im Achtelfinale des ÖFB-Fußball-Cups am Mittwoch das Aus abgewendet. Nach 76 Minuten im OÖ-Derby gegen die SV Ried mit 1:3 im Rückstand, retteten sich die Athletiker noch in die Verlängerung und behielten dort schließlich mit 5:4 die Oberhand. 

„Es war ein Cupfight, so wie ihn die Leute sehen wollen“, sagte Kühbauer nach dem Achtelfinale und hob hervor: „Es war ein Sieg der Qualität, des Willens, der Kondition und der Leidenschaft.“

Dabei sah es lange nach einem Rieder Erfolg aus. Maart stellte in der 77. Minute schon auf 3:1. „Das war schon hart für uns“, gab Kühbauer zu.

„Wenn er den nicht reingehaut hätte, ...“
Dann brachte der eingewechselte Robert Ljubicic die Linzer mit einem Kopfball-Abpraller aus kurzer Distanz zurück ins Spiel. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft da an etwas glaubt“, schilderte Kühbauer und legte schmunzelnd nach: „Wenn er den nicht reingehaut hätte, dann hätte ich ihn wahrscheinlich eh wieder ausgetauscht.“

„Ein Tausendguldenschuss“
Ljubicic blieb auf dem Feld und leitete in den letzten Momenten der Nachspielzeit den Ausgleich ein. An der eigenen Eckfahne kam Sascha Horvath an den Ball und spielte zu Xavier Mbuyamba. Der traf aus mehr als 20 Metern unhaltbar ins Eck. „Das war ein Tausendguldenschuss, so ehrlich muss man sein“, sagte Kühbauer. „In der Nachspielzeit habe ich gewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden.“

Usor machte schließlich die Wende in einer leidenschaftlich geführten Partie nach Steilpass von Andres Andrade perfekt (111.), im Finish war dann auch Samuel Adeniran zur Stelle (120.). Dass im Gegenzug Miguel Freckleton den Schuss Philipp Pomers zum Rieder Anschlusstreffer abfälschte, blieb folgenlos. Vier der fünf LASK-Tore erzielten damit eingewechselte Spieler. „Heute waren die Einwechslungen sehr, sehr wichtig für uns“, betonte Sascha Horvath.

„Kraft genau Null“
Die 120 Minuten hatten ihren Preis. „Wenn du mich jetzt fragst, habe ich Kraft genau Null“, sagte Horvath. Sein Fokus liege nun auf der Regeneration: „Frau und Kind: Tut mir leid, jetzt heißt es, dass ich gut schlafen muss.“

Kühbauer: „Schlimm wäre es aber gewesen, wenn wir dann nach 120 Minuten oder im Elferschießen ausgeschieden wären. Weil dann hätte sich alles nicht gelohnt: Der Aufwand, das gute Spiel von uns. Das wäre hart gewesen.“

Der Erfolg im Cup-Derby „setzt Kräfte frei – auch wenn es Kräfte gekostet hat“, so Kühbauer. Die wird der LASK für die kommenden Aufgaben gegen die WSG und Slovan Bratislava brauchen. „Wenn du heute das Spiel verlierst, nach den letzten Wochen, dann ist es sehr schwer für den Kopf. Es war heute einfach hochverdient – aber Gott sei Dank haben wir es geschafft“, so Horvath.

Kühbauer hob zudem das Vertrauen in seinen Kader hervor. Dass die Joker getroffen hätten, mache ihm nichts aus: „Und dass sie scoren, darüber bin ich auch nicht allzu böse und deshalb kann ich heute gut schlafen. Das ist nicht das Allerschlechteste, wenn man meinen Schlaf kennt.“