Der nächste Knalleffekt im liberalen Lager: Der Chef der Grazer NEOS, Philipp Pointner, ist aus der Partei ausgetreten! Das bestätigt der Politiker, im Brotberuf Dirigent, der „Steirerkrone“. Über die Hintergründe gibt es (noch) keine Details. Die Wahlziele wurden beim Grazer Urnengang allerdings verfehlt.
Die NEOS kommen nicht zur Ruhe: Erst vor zwei Wochen war Veit Dengler, Mitbegründer der Liberalen, aus der Partei ausgeschlossen worden und hatte insbesondere Chefin Beate Meinl-Reisinger schwere Vorwürfe gemacht. Nun gibt es den nächsten personellen Paukenschlag: Am Montag wurde bekannt, dass Philipp Pointner, Spitzenkandidat bei der Grazer Gemeinderatswahl, bereits am 2. Juli aus der Partei ausgetreten ist – und auch sein Gemeinderatsmandat nicht annimmt.
„Ich verzichte auf das Mandat und bin auch nicht mehr Mitglied der NEOS“, bestätigt Pointner im Gespräch mit der „Krone“. Über die Hintergründe schweigt er – „mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Generell wird der Dirigent, der in den vergangenen Jahren Mitglied des Grazer Gemeinderats war, der Politik den Rücken kehren: enttäuscht, so viel ist herauszuhören. Er werde sich künftig wieder der Musik widmen, sagt er zur „Krone“. Von den steirischen NEOS hört man, dass man sehr irritiert über den Schritt Pointners sei. Man habe seit Wochen keinen Kontakt mehr zu ihm, er reagiere auf keine Anrufe und habe auch an keinen Sitzungen nach der Wahl teilgenommen.
Das nun frei werdende Mandat geht damit an Alexis Pascuttini, dessen „Andocken“ bei den NEOS in der Partei nicht überall für Begeisterung gesorgt hatte. Früher war der Politiker bei der FPÖ und dann beim KFG. Dass Pointner dem Gemeinderat den Rücken kehrt, hat wohl auch mit dem schlechten Abschneiden bei der Grazer Gemeinderatswahl zu tun. Die Pinken verloren 0,5 Prozentpunkte und kamen nur auf 4,9 Prozent. Umfragen hatten sie weit höher gesehen.