Die Europäische Fußball-Union UEFA bleibt knallhart, droht auch nach dem Fehler-Eingeständnis von FIFA-Präsident Gianni Infantino beim gescheiterten Investorendeal weiter mit einem WM-Boykott.
Die Voraussetzungen seien nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte die UEFA. „Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden.“
Darüber hinaus bekräftigte die UEFA, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung halte man fest, stellte der Verband klar. „Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des FIFA-Präsidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhängt) ihm zustimmen, ändert nichts daran“, hieß es vom Kontinentalverband weiter.
Krisenbewältigung bei der FIFA
Infantino hat die Spitze des Weltverbandes indes bei der Krisenbewältigung in Marokko wieder auf Kurs gebracht. Nach dem gescheiterten Investorendeal und Kritik von allen Seiten demonstrierte der FIFA-Präsident in Rabat Einigkeit und trat gemeinsam mit Generalsekretär Mattias Grafström auf. Alle anwesenden Spitzenfunktionäre hätten Infantino „ihre uneingeschränkte Unterstützung“ bekundet, verlautete die FIFA in einer Mitteilung. Die UEFA wurde damit nicht besänftigt.