Voice of Freedom Повна версія

Krise auf der Krim: Behörden stoppen Sprit-Verkauf

· War chronicles

Die anhaltenden ukrainischen Attacken auf die Nachschublinien der Krim zwingen die Besatzer zu drastischen Maßnahmen: Mit Sonntag mussten Tankstellen den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen einstellen.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur Aksjonow teilte auf Telegram mit, dass der Stopp seit Sonntag, 9 Uhr Ortszeit in Kraft sei. Kraftstoff werde nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisteten.

Fünf Tote bei Drohnenschlägen
Zuvor hatte es erneut einen Drohnenangriff auf die Krim gegeben. Vier Menschen wurden dabei getötet, 28 weitere verletzt, wie Aksjonow mitteilte. Zudem meldeten Behörden in der angrenzenden russischen Region Krasnodar, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Öltransportanlage eine Person auf einer Passagierfähre ums Leben kam.

Selenskyj: „Erfolgreiche Arbeit“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte daraufhin die „erfolgreiche Arbeit“ der verschiedenen Geheimdienste mit den Schlägen in 300 Kilometer Entfernung von der Front. „Ziele auf beiden Seiten der Krim-Brücke wurden getroffen: Seelogistik für den Transport von Öl in der Region Krasnodar und ein Öllager im vorübergehend besetzten Kertsch“, so Selenskyj.

Selenskyj veröffentlichte ein Video, das die Folgen der Schläge zeigen soll: 

Feuer und Rauch über Kertsch
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, in der Nacht 239 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben. Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine große Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal „Krymski Weter“ am Morgen.

Krim-Brücke geschlossen
Behörden informierten in der Nacht auch über die Schließung der Krim-Brücke zwischen Kertsch und dem russischen Festland für den Autoverkehr. Auch der Hafen Kawkas auf der russischen Seite der Straße von Kertsch soll bei dem Angriff getroffen worden sein. Dort liegen ebenfalls ein Kraftstoffterminal und ein Öldepot. Die Ukraine versucht seit Wochen, mit zunehmenden Angriffen die Krim von der Versorgung abzuschneiden. Mit Attacken auf die Ölindustrie in Russland hat sie auch dort für eine Treibstoff-Krise gesorgt.