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„Krone“-Chefredakteur in ZiB: „Muss schnell gehen“

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Auch am Tag 3 nach dem aufsehenerregenden Interview von Gerhard Zeiler in der „Kronen Zeitung“, in dem er ankündigte, Andreas Babler ablösen zu wollen, gehen die Wogen innerhalb der SPÖ hoch. In der ZiB2 analysierte dazu der Chefredakteur der „Krone“, Klaus Herrmann, die heutigen Vorgänge bei den Sozialdemokraten.   

„Das ist eine Realitätsverweigerung der Sonderklasse“, so kommentierte Klaus Herrmann, Chefredakteur der Kronen Zeitung, am Montag Abend in der ZiB2 die internen Vorgänge der SPÖ. Konkret ging es um ein Schreiben an alle Mitglieder zu Gerhard Zeilers Ambitionen, Spitzenkandidat zu werden. „Aktuell passiert nichts. Wer sich bewerben will, muss sich an unsere Spielregeln halten“, hieß es darin. Herrmann zitierte SPÖ-Funktionäre, die genau das Gegenteil fordern: Gerade jetzt müsse man „lange Phasen der Unklarheit vermeiden“, es müss schnell gehen, „egal was“.

„Lieber Fress ich die Krot“
Ein SPÖ-Mitglied würde „lieber die Krot fressen, wenn wir endlich wieder Stimmen gewinnen“ – und meinte damit, dass er sich Zeiler statt Babler vorstellen könne, so Herrmann. Angesprochen auf eine mögliche „Krone“-Kampagne relativierte auch die eingeladene „Standard“-Chefin Petra Stuiber, dass dies ein Vorgang innerhalb der SPÖ sei.   

Seit der internationale Medienmanager Gerhard Zeiler in der „Krone“ angekündigt hat, die SPÖ übernehmen zu wollen, stellt sich das ganze Land eine Frage: was jetzt? Eine klare Antwort suchte man am Montag in den roten Landesparteien und Teilorganisationen vergeblich. Internes wolle man – ausnahmsweise – intern besprechen, hieß es sinngemäß bei einem „Krone“-Rundruf quer durch Österreich.

„Abgestimmtes Vorgehen“ geplant
Aus Ländern, die dem Zeiler-Lager zugerechnet werden, heißt es, man wolle hier „abgestimmt vorgehen“. Und ein hoher Roter orakelt bereits: „Vielleicht steigt ja auch wieder ein Dritter in den Ring.“ Schließlich ging Babler selbst ja einst als lachender Dritter aus dem Duell zwischen Hans Peter Doskozil und der damaligen Parteichefin Pamela Rendi-Wagner hervor.

Doskozil weiß zumindest, was er will bzw. nicht will und sagt es sogar auch. Er war noch nie für Andreas Babler – und er ist jetzt auch klar gegen Gerhard Zeiler.