Politik

Landeschef Mattle wehrt sich gegen Malus für Tirol

Landeschef Mattle wehrt sich gegen Malus für Tirol

Gegenüber der „Krone“ spricht Tirols ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle eine deutliche Warnung an NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr aus. Einheitliche Qualitätsziele dürfen in Tirol nicht zu einer Verschlechterung führen. 

Als damaliger Vorsitzender der Landeshauptleute-Konferenz war Anton Mattle wohl die treibende politische Kraft hinter dem politischen Projekt Reformpartnerschaft. Trotzdem stößt nicht alles, was seit dem „Gipfel“ zum Projekt Ende Juni präsentiert wurde, auf Zustimmung des ÖVP-Landeschefs. Insbesondere Vorschläge im Bereich der Kinderbetreuung sorgen in Tirol für Sorgen. Zwar begrüßt Mattle, dass die Bundesregierung an gemeinsamen Qualitätszielen für alle Länder arbeitet. Draufzahlen will er aber nicht – und derzeit wolle das Bildungsministerium schlechtere Standards ansetzen, als sie in Tirol angewendet werden.

„Keine Bestrafung!“
„Im Land haben wir pro Kindergartengruppe 20 Kinder, der Bund will 25. Tirol hat pro Kinderkrippengruppe 12 Kinder, der Bund will 15. Tirol hat einen höheren Personalschlüssel, als der Bund jetzt diskutiert“, rechnet Mattle der „Krone“ vor. Etwaige finanzielle Einbußen im Vergleich zu den anderen Ländern werde er nicht akzeptieren: „Ich erwarte mir eine Verbesserung der Qualität und keine Bestrafung von Qualität!“ 

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