Es ist geschafft! Nach 75 Jahren des Leidens hat sich das irische County Mayo die All-Ireland-Meisterschaft des Gealic Football gesichert. Und das ist so besonders, dass selbst der ehemalige US-Präsident Joe Biden oder Oasis-Sänger Liam Gallagher offiziell gratulieren. Denn die Durststrecke war verbunden mit einem speziellen Fluch.
Vor 82.000 Zuschauern in Dublin durften sie endlich wieder jubeln – Fans, Spieler und Verantwortliche des Teams aus der Grafschaft Mayo verdrückten einige Tränen, lagen sich in den Armen und durften sich auch über Glückwünsche aus vielen Teilen der Welt freuen. Gerade hatte ihr Team sich gegen Kerry durchgesetzt und sich den Titel geholt.
Selbst der ehemalige US-Präsident Joe Biden, der kanadische Premierminister Mark Carney oder auch Oasis-Sänger Liam Gallagher gehörten zu den ersten Gratulanten. Der Grund ist vor allem der düstere Mythos, der um das Team gesponnen wurde.
Eine düstere Legende
Denn der Verein galt seit 75 Jahren als verflucht. Hintergrund: Nach dem letzten Titel im September 1951 soll die Meistermannschaft ausgelassen gefeiert und dabei bei der Heimfahrt in einer kleinen Ortschaft einem Trauerzug nicht genügend Respekt erwiesen haben und deshalb verflucht worden sein.
Solange noch ein Mitglied der Meistermannschaft von 1951 am Leben ist, würde das Team keinen Titel mehr gewinnen, so der Mythos. Und tatsächlich zählte Mayo in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zu den stärksten Teams, scheiterte aber ein ums andere Mal tragisch im Finale.
Jetzt ist der Fluch gebrochen – und auch wenn die Legende von dessen Ursprung Hintergrundchecks von Historikern nicht wirklich standhalten konnte, gibt es doch noch ein spannendes Detail: Das letzte Mitglied der Meistermannschaft von 1951 ist 2023 verstorben – und das erste Finale, das Mayo seither bestreiten durfte, haben sie gewonnen ...