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Machtkampf um geplanten Ländergipfel in der SPÖ

· Politics

Der Machtkampf in der SPÖ spitzt sich zu. Noch-SPÖ-Chef Andreas Babler will beim eigentlich ohne ihn geplanten Gipfel der SPÖ-Landesparteichefs mit dabei sein und lädt die roten Landesparteispitzen für Sonntag nach Wien ein. Die Landesparteichefs wollen der Einladung nachkommen – sich jetzt aber vorab koordinieren.

Die Drähte glühen zwischen den SPÖ-Spitzen quer durch Österreich. Denn im Machtkampf zwischen Parteichef Andreas Babler und Herausforderer Gerhard Zeiler um die SPÖ-Spitze kommt es jetzt unerwartet früh zu einem ersten Showdown – nur der Ort ist noch offen. Um 16 Uhr soll der von Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner eingeforderte Gipfel der SPÖ-Länderchefs nun stattfinden.

Ausgemacht haben sich diesen Termin nur nicht jene, die dabei sein sollten – sondern die Bundesparteispitzen in der Löwelstraße. Nachdem – wie die „Krone“ berichtete – klar war, dass es zu dem von Fellner geplanten Treffen kommen werde, waren die Landesparteichefs eigentlich gerade dabei, einen Termin zu koordinieren. Kärnten geisterte dabei als möglicher Standort herum, da es ja Fellner war, der die Idee initiiert hatte. Am Mittwochmorgen landete dann aber eine Mail des Bundesparteigeschäftsführers Klaus Seltenheim in den Postfächern.

Babler ging in die Gegenoffensive
SPÖ-Chef Andreas Babler lädt darin dazu ein, den Gipfel am Sonntag in Wien abzuhalten. Im Beisein Bablers und Seltenheims sollten dann die offenen Fragen rund um das Statut der Roten, wie man etwa einen Sonderparteitag ausrichten könnte, geklärt sowie die „Ereignisse der letzten Tage eingeordnet“ werden, heißt es sinngemäß. Fellner formulierte ja das Ziel, dass „alle Kandidatinnen und Kandidaten, unabhängig davon, ob sie das Amt derzeit ausüben oder sich bewerben, den Mitgliedern ihr politisches Konzept, ihr Team und ihre Strategie präsentieren.“ Drei Stunden sind dafür am Sonntag jetzt anberaumt.

Landesparteichefs kontern prompt
Somit kam Babler den tendenziell Zeiler-freundlich gestimmten Bundesländern eigentlich zuvor. Trotzdem könnte der Schuss nach hinten losgehen – und das Treffen zum Showdown werden. Denn wie die „Krone“ erfuhr, wollen die Landesparteichefs Bablers Einladung zwar tendenziell annehmen – sich aber vorab „koordinieren“ und keinesfalls überrumpeln lassen.