„Marc Marquez will einen Titel mehr als Rossi“
In Katar könnte sich schon an diesem Wochenende die MotoGP entscheiden. Welche Ergebnisse Marc Marquez für die vorzeitige Krönung braucht und was Ex-Teamkollege Stefan Bradl zur zusätzlichen Motivation des Spaniers sagt.
Bereits am Sonntag könnte Marc Marquez in der MotoGP alles klar machen. Wenn er in Katar im morgigen Sprint und dem Grand Prix übermorgen insgesamt 30 Punkte mehr als Jorge Martin und acht mehr als Marco Bezzecchi holt, ist er zum achten Mal Weltmeister in der Motorrad-Königsklasse.
Damit würde er Giacomo Agostinis Rekord einstellen und hätte auch seinen langjährigen Erzrivalen überflügelt. „Marc Marquez will einen Titel mehr als Valentino Rossi holen“, ist sich Ex-Teamkollege Stefan Bradl sicher „Er schmeißt heuer alles rein. Und das, obwohl die neuerliche Schulter-Operation Spuren hinterlassen hat und auch das Alter nicht spurlos an ihm vorübergeht. Aber seine mentale Stärke ist beeindruckend.“
Marquez heuer als Spätzünder
Der WM-Führende hatte heuer zwei Rennen verletzungsbedingt verpasst und erst im achten Saisonlauf in Ungarn mit dem Sieg seinen ersten Podestplatz geholt. Sechs weitere folgten dann in den darauffolgenden zehn Rennen, was ihm nun Katar die erste Titelchance einräumt.
Seinen Hut zieht Bradl aber auch vor Widersacher Martin, der es in Katar mit seinem vor zwei Wochen gebrochenen Handgelenk wieder probieren will. „Er ist in dieser Situation unterlegen, aber die Burschen sind einfach aus einem anderen Holz geschnitzt.“
Im Rennen gibt es diesmal aber einfacher Punkte, weil Yamaha alle vier Piloten wegen der Sicherheitslage im Nahen Osten daheim lässt. Nur die schlechtesten drei Fahrer gehen daher am Sonntag ohne WM-Punkte nach Hause.