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„Mein Papa musste mich ins Klassenzimmer tragen“

· Sport

Beim „Last Soul Ultra“ in Deutschland stellte sich die 25-jährige Wienerin Nadine Chiara Baumgartner einer völlig neuen Herausforderung: Sie lief 150 Kilometer und unternahm dabei eine Reise tief in die eigene Vergangenheit. Im Gespräch mit „Sportkrone“ erzählt die Läuferin, warum sie an ihre Grenzen gehen wollte, welche Erinnerungen nachts hochkamen und weshalb jene 16-Jährige, die einst nicht einmal mehr alleine Stufen steigen konnte, ihre größte Motivation ist.

„Mein Papa musste mich ins Klassenzimmer tragen, weil ich wegen meiner Essstörung und Magersucht keine Stufen allein gehen konnte.“ Wenn Nadine Chiara Baumgartner heute diesen Satz sagt, wirkt der Kontrast zu ihrem jetzigen Leben beinahe unfassbar. Jahre später läuft sie Marathons, stellt sich immer neuen sportlichen Herausforderungen und absolvierte beim „Last Soul Ultra“ 150 Kilometer in knapp 24 Stunden. Für die 25-jährige Wienerin war das aber weit mehr als nur ein Kampf gegen müde Beine. Es war auch eine Reise zurück zu jenem Mädchen, das sie einmal war. „Ich glaube, die größte Motivation hinter dem Ganzen war einfach mein altes Ich. Selbst zu wissen, dass ich viel stärker bin, als ich war“, erzählt Baumgartner gegenüber Sportkrone.at.