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Meloni stellte es sich mit Trump einfacher vor

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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat eingeräumt, dass sie sich die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump einfacher vorgestellt hatte. Man habe gemeinsame Positionen, etwa bei Migration, begründete die Politikerin. „Die Dinge sind anders gelaufen.“

Das Verhältnis zwischen Meloni und Trump ist seit einigen Wochen abgekühlt. So hat Trump etwa gesagt, sich in Meloni geirrt zu haben und über sie schockiert gewesen zu sein. „Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte der US-Präsident. Dabei ging es um die fehlende Unterstützung Italiens im Iran-Krieg.

„Mut bedeutet, zu sagen, was man denkt, auch wenn man nicht einverstanden ist (...). Freunde helfen einander – auch, und vielleicht gerade dann, wenn sie sagen, dass sie nicht derselben Meinung sind“, kommentierte Meloni damals. Zuletzt sorgte ein Treffen der G-7-Staaten im Juni in Frankreich für Irritationen. Trump behauptete, Meloni habe ihn um ein gemeinsames Foto gebeten. „Italien und ich betteln nie“, wies die italienische Regierungschefin zurück.

„Gelernt, gegen den Strom zu schwimmen“
Sie habe gelernt, gegen den Strom zu schwimmen und sich bewusst für schwierige Positionen zu entscheiden, sagte Meloni. „Ich mag es nicht, wenn andere mir Grenzen vorgeben“. Man werde sehen, ob sie nach der Sommerpause mit dem US-Präsidenten sprechen werde. Sie werde jedenfalls weiterhin an der Geschlossenheit des Westens festhalten. Die italienische Außenpolitik richte sich nicht nach persönlichen Beziehungen, meinte die Regierungschefin weiter.

Sie verwies in einem Interview unter anderem auf Beschäftigung, Inflation, irreguläre Migration, Gesundheitsausgaben und die Entwicklung des Risikoaufschlags italienischer Staatsanleihen. „Sagen Sie mir, ob sich das nicht verbessert hat.“